Katzen chippen lassen – Sinn, Kosten und weitere Infos

Um Katzen zu Kennzeichnen, falls sie einmal entlaufen, gibt es drei Methoden:

  • Eine Tätowierung im Ohr
  • Ein Halsband mit Adressanhänger
  • Die Implantation eines Transponder-Chips

Da ich den Mikrochip für Katzen für die beste Methode halte, eventuell in Kombination mit einer Tätowierung, möchte ich dir hier die wichtigsten Infos zum Katzen Chippen geben.

Warum du deine Katze chippen lassen solltest

Wenn deine Katze einmal wegläuft und von jemandem gefunden wird, dann kann der Finder über den Mikrochip herausfinden, wer der Halter der Katze ist.

Dazu kann der Finder den Transponderchip bei jedem Tierarzt und in vielen Tierheimen auslesen lassen. Du als Halter bist registriert und kannst so dem Chip zugeordnet werden.

Auch Wohnungskatzen sollte man chippen lassen

Da durchaus die Gefahr besteht, dass auch ein reiner Stubentiger einmal ausbüchst, sollte man auch Wohnungskatzen chippen lassen.

Wenn eine Wohnungskatze ausreißt, entfernt sie sich zwar meist nicht weit von ihrem Zuhause – Aber: Sicher ist sicher!

Katzen lieber chippen oder tätowieren?

Die Antwort auf diese Frage: Am besten beides!

Die Tätowierung im Ohr der Katze kann sofort auch von jedem Laien gefunden werden und signalisiert: Diese Katze hat ein Herrchen / ein Frauchen.

Viele Nicht-Katzenhalter wissen überhaupt nicht, dass Katzen heutzutage gechippt werden. Dieses Problem kann die Tätowierung lösen.

Wird die Katze aufgrund der Tätowierung dann zur Identifikation zu einem Tierarzt oder in ein Tierheim gebracht, kann dort dann auch der Mikrochip ausgelesen werden. Über den Transponder-Chip ist dann auch eine eindeutige Identifizierung stattfinden.

Vorteile und Nachteile

  • Lange Haltbarkeit – Während Tätowierungen mit der Zeit verblassen und so unleserlich werden, hält ein Mikrochip ein Katzenleben lang. Der Transponder ist passiv und benötigt daher keinen Strom, außerdem ist er absolut wartungsfrei.
  • Eindeutige Identifizierung – Der im Mikrochip gespeicherte 15-stellige Code ist einmalig und lässt sich weltweit dem registierten Katzenhalter zuordenen. Tätowierungen hingegen sind nicht einmalig, es laufen also mehrere Katzen mit derselben Kennzeichnung herum.
  • Schnell implantiert und sicher – Das Einsetzen des Mikrochips geht schnell und ist ein Routineeingriff für jeden Tierarzt (siehe unten). Die Außenhülle des winzigen Chips besteht aus einem gewebeverträglichem Material (Plastik bzw. Glas). Dadurch kann es durch den Fremdkörper nicht zu Entzündungen oder sonstige Komplikationen kommen. Der Chip setzt sich im Muskel
  • Winzig klein – Der Chip ist im Schnitt (je nach Hersteller) nur 10 mal 2 Millimeter groß. Man kann ihn zwar ertasten, die Katze kann ihn aber nicht spüren und wird nicht durch ihn gestört oder beeinträchtigt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Halsband mit Adressanhänger, an dem eine Katze hängen bleiben könnte und somit eine Gefahr für Katzen darstellt.
  • Nicht jedem bekannt – Der Einzige Nachteil von Katzen-Mikrochips, der mir einfällt: Nicht jeder, vor allem Nicht-Katzenhalter, weiß Bescheid, dass Katzen auf diese Art gekennzeichnet sind. So mancher Finder wird also gar nicht auf die Idee kommen, den Chip auslesen zu lassen. Deshalb empfehle ich zusätzlich eine Tätowierung, die jedem anzeigt, dass die Katze zu jemandem gehört und kein Streuner ist.

Ist das Chippen bei Katzen Pflicht?


Das Chippen einer Katze ist dann Pflicht, wenn man mit ihr ins europäische Ausland reisen möchte.

Denn nur über den Transponder lässt sich die Katze eindeutig identifizieren und ihrem EU-Heimtierausweis sowie ihrem Impfpass zuordnen. Und eben diese beiden Dokumente sind seit 2004 Pflicht, wenn man mit seiner Katze in ein anderes europäisches Land reisen will.

Das kostet es, seine Katze chippen zu lassen

Je nachdem, welches Mikrochip Modell der Tierarzt bei einer Katze implantiert, kann der Preis für das Chippen etwas schwanken.

In der Regel fallen für das Katze Chippen Kosten zwischen 30 und 50 Euro an.

Das Implantieren des Chips kostet dabei immer gleich viel, da dies in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geregelt ist.

Das Einsetzen kostet 5,72 Euro, für den Chip kommen je nach Modell zwischen 25 und 45 Euro dazu.

Die Registrierung des Chips bei Tasso e.V. ist übrigens kostenlos und erfolgt direkt durch den Tierarzt.

Man kann den Katzen Mikrochip übrigens auch selber kaufen und dann vom Tierarzt einsetzen lassen – bitte nicht selber machen!

So funktioniert der Mikrochip für Katzen

Der ca. 10 mal 2 Millimeter große Transponder (RFID MIkrochip genannt) für Katzen und Hunde besteht aus einer gewebeverträglichen Außenhülle, einer Magnetspule und einem passiven Chip, auf dem der 15-stellige, einmalige Code gespeichert ist.

Erst durch ein spezielles Lesegerät wird der Chip dazu angeregt, den Code zu übermitteln.

Der Code besteht aus einem 3-stelligen Ländercode, einem Code für den Hersteller und einer fortlaufenden Nummer. So kann gewährleistet werden, dass jeder Code nur einmal vorkommt, sodass das Tier zweifelsfrei identifiziert werden kann.

So läuft das Einsetzen des Chips ab

Jeder Tierarzt kann den Mikrochip implantieren. Dies erfolgt über eine Kanüle und kann ohne Betäubung durchgeführt werden.

Die Kanüle ist zwar etwas dicker als zum Beispiel bei Impfungen, trotzdem ist der Vorgang für Katzen wohl relativ schmerzfrei.

Die Nadel wird an der linken Seite des Halses eingestochen, etwa 1 bis 4 Finger vom linken Ohr in Richtung Schulterblatt (je nach Größe der Katze).

Von dort wandert er in Richtung Schulter, wo er im Gewebe verwächst und somit sicher platziert ist.

Das Einsetzen des Transponder-Chips sollte nur von medizinisch geschultem Personal, zum Beispiel einem Tierarzt, vorgenommen werden.

Praktisches Zubehör: Katzenklappen mit Chiperkennung

Katzenklappe Mikrochip

Öffnet nur bei der richtigen Katze: KAtzenklappe mit Chiperkennung. Klicke auf das Bild für weitere Infos

Der RFID Mikrochip ist nicht nur für die Identifizierung von entlaufenen Katzen nutzbar.

Sehr beliebt sind Katzenklappen, die nur dann öffnen, wenn die Katze mit dem passenden Mikrochip davor steht. So bekommst du nicht Besuch von den Nachbarskatzen!

Meine Empfehlung wäre hier die SureFlap Katzenklappe mit Chiperkennung. Sie lässt sich genauso installieren wie eine gewöhnliche Katzenklappe, wird mit lange haltenden Batterien betrieben.

Die SureFlap Katzenklappe muss nur einmalig auf die Mikrochips einer oder mehrerer Katzen programmiert werden, schon verrichtet sie zuverlässig ihren Dienst als „Türsteher“.

 

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Über den Autoren

5 Kommentare

  1. Michaela 17. Mai 2015 Antworten
  2. Abbax 1. Januar 2016 Antworten
  3. Nina 22. Februar 2016 Antworten
  4. Andrea 13. März 2016 Antworten
  5. Tina 1. November 2016 Antworten

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