Katzenminze – Die Katzenpflanze zum Wohlfühlen

So gut wie jeder Katzenhalter hat das Wort Katzenminze oder Catnip (die englische Bezeichnung) schon einmal gehört oder gelesen. Es gibt Spielzeug mit Katzenminze für Katzen, bei Kratzbäumen ist häufig eine kleine Packung im Lieferumfang enthalten.

Wahrscheinlich hast auch du Katzenminze schon einmal im Tierfachgeschäft als Spray, als Tropfen oder getrocknet und geschnitten im Regal stehen sehen.

Aber was genau ist Katzenminze, und was kannst du damit machen?

Was ist Katzenminze?

Katzenminze ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Lippenblütler. Der lateinische Name lautet Nepeta cataria, die auch in Deutschland oft verwendete englische Bezeichnung ist Catnip. Die Pflanzen werden etwa 50 bis 100 cm groß und können blau und weiß blühen. Die Blätter der Katzenminze verbreiten ätherische Öle, die nach Zitrusfrüchten und eben Minze riechen.

Der Name Katzenminze kommt daher, dass der Pflanze eine besondere Wirkung auf Katzen nachgesagt wird.

Wie wirkt Katzenminze auf Katzen?

Wenn eine Katze auf eine Katzenminze-Pflanze trifft, dann ist sie meist hellauf begeistert. Sie riecht an der Pflanze, „schmust“ mit ihr oder legt sich sogar in die Pflanze hinein.

Katzenminze hat eine beruhigende und entspannende, meist auch euphorisierende Wirkung auf Katzen. Das liegt an einem besonderen Duftstoff, den Katzenminze absondert. Dieser ist dem Pheromon Nepetalacton sehr ähnlich, einem Sexuallockstoff der Katzen.

Allerdings reagieren nur rund 50% aller Katzen überhaupt auf Katzenminze, was laut Forschern genetisch bedingt ist. Die Vorliebe für Katzenminze wird also vererbt. Auch sehr junge sowie sehr alte Katzen reagieren meist gar nicht auf die Duftstoffe der Pflanze.

Interessant ist, dass auch kastrierte Katzen Interesse an Katzenminze haben können.

Teste einfach mal, ob deine Katze auf Katzenminze reagiert: Wenn sie in der Nähe der Pflanze entspannter als sonst wirkt und sich sehr für die Pflanze interessiert, dann kann man mit Katzenminze allerhand anfangen! Hier bekommst du Katzenminze als Spray oder getrocknet

Sehr wichtig: Katzen sollten nicht andauernd mit Katzenminze in Berührung kommen! Sie gewöhnen sich sehr schnell daran und werden dann sehr ungemütlich, wenn sie einmal keine Katzenminze in der Nähe haben.

Katzenminze sollte also immer eine Besonderheit bleiben, damit es nicht zu solchen „Entzugserscheinungen“ kommen kann.

So kannst du Katzenminze für deine Katzen einsetzen

Katzenminze kannst du im Umgang mit deiner Katzen zu verschiedenen Zwecken einsetzen – immer vorausgesetzt, dass deine Katze auch auf die Pflanze reagiert.

Mit Katzenminze kannst du zum Beispiel:

  • Spielzeug interessanter machen – Ein Sprüher flüssige Katzenminze lässt ein bisher ungeliebtes Spielzeug zum neuen Liebling werden.
  • Die Gemüter beruhigen – Wenn es einmal Stress zwischen Katzen gibt, dann kannst du Katzenminze für eine angespanntere Atmosphäre sorgen. Das ist vor allem beim Zusammenführen zweier Katzen sehr von Vorteil. Auch scheue Katzen sind mit Katzenminze in der Nähe viel relaxter und damit auch zutraulicher.
  • Kratzbäume und Schlafplätze anbieten – Wenn deine Katze lieber am Sofa kratzt als am tollen Kratzbaum, dann solltest du diesen einmal mit Katzenminze behandeln. Das wirkt oft Wunder! Genauso verhält es sich bei Schlafplätzen, wenn zum Beispiel ein attraktiver Konkurrent zu Herrchens Bett geschaffen werden soll. Katzenmöbel solltest du aber auf keinen Fall andauernd mit Katzenminze behandeln, sondern nur am Anfang bis deine Katze die Möbel gut annimmt!
  • Die Angst vor Transportboxen nehmen – Eine Reise in der Katzen-Transportbox kann mit etwas Catnip viel viel entspannter über die Bühne gehen.

Katzenminze Produkte

Katzenminze bekommst du vor allem in zwei Formen: Flüssig, also als Spray oder als Tropfen und getrocknet und geschnitten.

Besonders praktisch ist die flüssige Form, da hier die Dosierung einfach ist und du die Katzenminze leicht auf jede Oberfläche aufbringen kannst. In getrockneter Form kannst du Katzenminze zum Beispiel in ein Kissen einnähen, die für den Schlafplatz deiner Katze gedacht ist.

Natürlich kannst du Katzenminze auch selbst anbauen. Allerdings dauert dies eine Weile, da die Pflanze sehr langsam wurzelt und wächst. Erst ab etwa einem halben Meter Größe kannst du die Blätter ernten und trocknen.

Katzenminze, egal in welcher Form, sollte immer luftdicht gelagert werden, damit die ätherischen Öle nicht verfliegen. Getrocknete Katzenminze sollte natürlich zusätzlich trocken gelagert werden.

Hier findest du Katzenminze in allen Formen

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Über den Autoren

2 Kommentare

  1. Anne 6. Dezember 2013 Antworten
    • Dominik Hollenbach 12. Dezember 2013 Antworten

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