Futterumstellung bei Katzen: So gelingt der Wechsel Schritt für Schritt

Futterumstellung bei Katzen

Du willst deiner Katze ein neues Futter geben, aber sie lässt den Napf stehen? Hier bekommst du einen einfachen Plan, mit dem der Futterwechsel bei den meisten Katzen in zwei bis drei Wochen klappt, und Tipps für hartnäckige Fälle. Lies weiter, dann erfährst du auch, wann die schnelle Radikalumstellung passt und wann du besser die Finger davon lässt.

Meine Erfahrung: In den letzten 25 Jahren habe ich mehr als 20 Katzen bei der Futterumstellung begleitet: meine eigenen, die von Freunden und Bekannten und dazu viele Katzen von Lesern, die sich per E-Mail oder Telefon bei mir gemeldet haben. Darunter waren einige richtig harte Fälle, aber auch die haben am Ende das neue Futter gefressen.

Dominik Hollenbach von Katzenkram mit seinen Katzen PonPon und Alfi
Ich mit meinen Katern Alfi (l) und PonPon (r)

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Für Eilige: Was fütterst du bisher?

Anderes Nassfutter Mischmethode, 2–3 Wochen

Neues Futter nach und nach unter das alte mischen. Für den Umstieg auf ANIfit gibt es ein Umstellungspaket.

Zum Plan ↓
Trockenfutter oder sehr mäkelig Langsam und mit einer Sorte

Hier brauchst du mehr Geduld. Wie es klappt, erkläre ich in einem eigenen Ratgeber.

Katze frisst kein Nassfutter
Kitten Meist ganz unkompliziert

Junge Katzen sind noch kaum auf ein Futter geprägt. Kitten dürfen dabei aber nie hungern.

Kitten füttern

Warum Katzen bei neuem Futter so skeptisch sind

Katzen sind Gewohnheitstiere. Was sich bewährt hat, fressen sie am liebsten immer wieder. In der Natur schützt sie dieses Verhalten: Eine Katze, die Mäuse als gute Beute kennt, probiert nicht einfach eine giftige Kröte.

Beim Futterwechsel steht dir genau dieser Schutzmechanismus im Weg. Dazu kommt: Je länger eine Katze ein bestimmtes Futter bekommen hat, desto stärker ist sie darauf geprägt. Kitten nehmen Neues deshalb meist problemlos an, ältere Katzen brauchen oft länger. Viele Fertigfutter enthalten außerdem Aromen und Zucker, gegen die ein natürliches Futter erst einmal fade wirkt. Mehr dazu in meinem Artikel über Zusatzstoffe im Katzenfutter.

Deine Katze kann nicht beurteilen, welches Futter ihr guttut. Die Entscheidung liegt bei dir, und mit Geduld klappt der Wechsel fast immer.

Katzen wissen nicht, welches Futter gut für ihre Gesundheit ist – das muss ihr Mensch für sie entscheiden! – Bild: Jaromir Chalabala / Shutterstock.com

Warum sich die Mühe trotzdem lohnt

Eine Futterumstellung kostet Nerven, keine Frage. Aber was im Napf landet, bekommt deine Katze jeden Tag, oft 15 Jahre lang oder länger. Ein paar Wochen Geduld sind dafür ein kleiner Preis.

Ein gutes Futter mit viel Fleisch und Innereien und ohne Zucker und Getreide entspricht dem, wofür der Körper deiner Katze gemacht ist. Das merkst du oft schon nach kurzer Zeit:

  • Weniger und weniger stark riechender Kot: Hochwertiges Futter kann deine Katze besser verwerten. Bei billigem Futter mit vielen Füllstoffen landet ein großer Teil im Katzenklo.
  • Länger satt: Viel tierisches Eiweiß macht satt. Deine Katze bettelt seltener zwischendurch.
  • Leichter das Gewicht halten: Ohne Zucker und mit wenig Kohlenhydraten fällt es leichter, Übergewicht zu vermeiden.
  • Mehr Flüssigkeit: Wer von Trockenfutter auf Nassfutter umstellt, versorgt seine Katze ganz nebenbei mit viel mehr Flüssigkeit. Das entlastet Nieren und Harnwege.

Woran du ein gutes Futter erkennst, erkläre ich in meinem Ratgeber Gutes Katzenfutter erkennen.

Wie lange dauert eine Futterumstellung?

  • Kitten und junge Katzen: oft nur ein paar Tage, meist ein bis zwei Wochen
  • Erwachsene Katzen von Nassfutter zu Nassfutter: in der Regel zwei bis drei Wochen
  • Hartnäckige Fälle und Trockenfutter-Junkies: sechs bis acht Wochen, manchmal länger

Das sind Richtwerte, und es kann von Katze zu Katze völlig unterschiedlich laufen. Das zeigen auch meine eigenen Katzen: Bella, Alfi und Mathil kamen mit zwölf Wochen zu mir, bei ihnen war der Wechsel überhaupt kein Problem. PonPon, der aus Griechenland zu mir kam, war ein paar Tage skeptisch, dann hat es ihm geschmeckt. Kater Azrael dagegen, ein echter Trockenfutter-Junkie aus dem Tierheim, brauchte Wochen. Lass dich von einem langsamen Start also nicht entmutigen.

So stellst du das Futter deiner Katze um: Schritt für Schritt

Für den Futterwechsel gibt es zwei Wege: die Mischmethode, die für fast alle Katzen passt, und die Radikalumstellung, die schneller geht, aber nur für unkomplizierte Katzen geeignet ist. Ich empfehle dir in den meisten Fällen die Mischmethode.

Methode 1: Die Mischmethode (meine Empfehlung)

Die sicherste Methode für die meisten Katzen: Du mischst das neue Futter nach und nach unter das gewohnte, bis nur noch das neue im Napf liegt. So gewöhnen sich Geschmack und Verdauung langsam um.

Der Plan für unkomplizierte Katzen

👉 Tabelle zur Seite wischen

TageAltes FutterNeues FutterVerhältnis
1–375 %25 %
4–650 %50 %
7–925 %75 %
ab 10–100 %

Frisst deine Katze eine Stufe nicht zuverlässig, bleibst du ein paar Tage länger dabei, statt weiterzugehen.

Der Teelöffel-Plan für wählerische Katzen

Reagiert deine Katze schon auf 25 % neues Futter mit Napfstreik, geh kleiner: Misch nur einen halben Teelöffel des neuen Futters unter das alte. Frisst sie die Mischung ein bis zwei Tage zuverlässig, erhöhst du um einen weiteren halben Teelöffel und nimmst entsprechend altes Futter weg. Das dauert länger, funktioniert aber auch bei sehr misstrauischen Katzen.

Rückschritte sind normal. Lässt deine Katze den Napf stehen, geh einen Schritt zurück. Gib ihr aber nicht wieder das alte Futter pur, sonst fängst du von vorn an.

Damit du den Überblick behältst, welches Verhältnis an welchem Tag dran ist, kannst du dir meinen Merkzettel ausdrucken:

Futterumstellung Katze Notizzettel

Methode 2: Die Radikalumstellung

Bei der Radikalumstellung gibt es von einem Tag auf den anderen nur noch das neue Futter. Das ist der schnellste Weg und klappt bei unkomplizierten Katzen oft erstaunlich gut, so wie bei meinem Kater PonPon.

Passt zu deiner Katze, wenn sie gesund, normalgewichtig und erwachsen ist und nicht besonders wählerisch. Für übergewichtige, alte oder kranke Katzen und für Kitten ist sie nicht geeignet.

  • Schaff das alte Futter aus dem Haus. Katzen riechen, wenn ihr gewohntes Futter noch im Schrank steht.
  • Keine Leckerlis während der Umstellung, damit deine Katze zu den Mahlzeiten Hunger hat.
  • Räum nicht gefressenes Futter nach etwa 30 Minuten weg und biete zur nächsten Mahlzeit frisches an.
  • Setz dir eine klare Grenze: Frisst deine Katze 24 Stunden lang gar nichts, brich ab und wechsle zur Mischmethode. Katzen dürfen nicht lange hungern, sonst droht eine gefährliche Fettleber, und zwar nicht nur bei übergewichtigen Tieren.

Der Haken: Scheitert die Radikalumstellung, verbindet deine Katze das neue Futter mit Hunger und Stress. Auch die Mischmethode wird danach schwieriger. Bist du unsicher, ob deine Katze mitspielt, fang lieber gleich mit der Mischmethode an.

Tipps, die den Futterwechsel leichter machen

  • Feste Fütterungszeiten: Zwei bis drei Mahlzeiten am Tag bei erwachsenen Katzen. Futter, das den ganzen Tag herumsteht, verdirbt den Appetit.
  • Eine Sorte, nicht zehn: Bleib bei einer Sorte des neuen Futters, bis die Umstellung geschafft ist. Ständiges Wechseln verunsichert deine Katze zusätzlich.
  • Leicht anwärmen: Handwarmes Futter duftet stärker. Ein paar Sekunden im Wasserbad reichen, danach gut umrühren.
  • Hühnerherzengranulat: Etwas Hühnerherzengranulat* über das Futter streuen. Mein Geheimtipp: Den Duft finden fast alle Katzen unwiderstehlich.
  • Ein paar Tropfen Lachsöl: Lachsöl* macht das Futter interessanter und liefert nebenbei wertvolle Fettsäuren.
  • Keine Leckerlis zwischendurch: Sonst holt sich deine Katze ihre Kalorien dort.

Lockmittel solltest du nach der Umstellung langsam wieder weglassen, sonst gewöhnt sich deine Katze daran, und es kommen unnötige Kalorien dazu.

Sonderfall: Von Trockenfutter auf Nassfutter umstellen

Das ist die schwierigste Umstellung, weil sich nicht nur der Geschmack ändert, sondern auch die Konsistenz. Hier hilft es, das Trockenfutter erst anzufeuchten und dann sehr langsam Nassfutter unterzumischen. Ausführliche Tipps für Trockenfutter-Junkies, inklusive meiner Methode mit den Frischebeuteln, findest du in meinem Ratgeber Katze frisst kein Nassfutter.

Wie lange dauert eine Futterumstellung?

  • Kitten und junge Katzen: oft nur ein paar Tage, meist ein bis zwei Wochen
  • Erwachsene Katzen von Nassfutter zu Nassfutter: in der Regel zwei bis drei Wochen
  • Hartnäckige Fälle und Trockenfutter-Junkies: sechs bis acht Wochen, manchmal länger

Das sind Richtwerte, und es kann von Katze zu Katze völlig unterschiedlich laufen. Das zeigen auch meine eigenen Katzen: Bella, Alfi und Mathil kamen mit zwölf Wochen zu mir, bei ihnen war der Wechsel überhaupt kein Problem. PonPon, der aus Griechenland zu mir kam, war ein paar Tage skeptisch, dann hat es ihm geschmeckt. Kater Azrael dagegen, ein echter Trockenfutter-Junkie aus dem Tierheim, brauchte Wochen. Lass dich von einem langsamen Start also nicht entmutigen.

Mein Futter-Tipp: So gelingt der Umstieg besonders leicht

Eine Umstellung lohnt sich nur, wenn das neue Futter wirklich besser ist. In meinem Katzenfutter-Test mit über 20 Marken hat ANIfit mit 9,7 von 10 Punkten am besten abgeschnitten. Die Klassik- und Bio-Sorten bestehen zu 98 bis 99 % aus Fleisch und ausgewählten Innereien in Lebensmittelqualität, jede Zutat steht mit Prozentangabe auf der Dose, und Zucker oder Getreide kommen nicht hinein. Für eine Umstellung genauso wichtig: Die meisten Katzen nehmen ANIfit sehr gut an. Bei meinen eigenen Katzen haben es vier von fünf sofort gefressen.

Damit der Wechsel möglichst reibungslos klappt, empfehle ich dir je nach Ausgangslage einen von zwei Wegen:

👉 Für dich, wenn deine Katze mäkelig ist oder bisher Trockenfutter frisst
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Die Frischebeutel werden noch besser angenommen und haben sich bei mir in genau diesen Fällen als am wirkungsvollsten erwiesen. Teste mit dem Mix-Paket, welche Sorte deine Katze mag, und bleib dann dabei.

*Zum Mix-Paket
👉 Für dich, wenn deine Katze schon Nassfutter frisst
ANIfit Futterumstellungspaket für Katzen ANIfit Futterumstellungspaket

Zwei 200-g-Dosen zum Ausprobieren plus natürliche Lockstoffe wie Hühnerherzengranulat. Ideal für den Wechsel von einem anderen Nassfutter.

*Zum Umstellungspaket

Durchfall während der Futterumstellung

Während der Umstellung kann der Kot weicher werden, bis hin zu Durchfall. Die Verdauung muss sich erst an das neue Futter gewöhnen. Das legt sich meist nach zwei bis drei Tagen. Geh in diesem Fall einen Schritt im Mischplan zurück und mach langsamer weiter.

Hält der Durchfall länger an, ist er sehr wässrig oder kommen Erbrechen, Fieber oder Blut im Kot dazu, geh zum Tierarzt. Mehr dazu in meinem Artikel Durchfall bei Katzen. Zur Beruhigung des Magens kann vorübergehend Schonkost helfen.

Fazit

Eine Futterumstellung braucht vor allem Geduld. Mit der Mischmethode, festen Fütterungszeiten und einer Sorte, bei der du bleibst, klappt der Wechsel bei den meisten Katzen in zwei bis drei Wochen. Junge Katzen sind oft schneller, Trockenfutter-Junkies brauchen länger. Und wenn deine Katze 24 Stunden gar nichts frisst: abbrechen und langsamer weitermachen.

Welches Futter ich empfehle und wie der Umstieg darauf besonders leicht gelingt, findest du weiter oben.

Du kommst trotzdem nicht weiter? Dann schreib mir. Ich helfe dir gern, so wie schon vielen Lesern vor dir.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Meist zwei bis drei Wochen. Kitten und junge Katzen sind oft schneller, hartnäckige Katzen und Trockenfutter-Junkies brauchen sechs bis acht Wochen oder länger.

Bei gesunden, unkomplizierten Katzen ja. Frisst deine Katze aber 24 Stunden lang nichts, brich ab und stell schrittweise um. Für übergewichtige, alte oder kranke Katzen und für Kitten ist die schnelle Umstellung nicht geeignet.

Höchstens 24 Stunden. Längeres Fasten kann bei Katzen zu einer gefährlichen Fettleber führen.

Weicher Kot in den ersten zwei bis drei Tagen ist normal. Hält der Durchfall länger an oder kommen weitere Symptome dazu, geh zum Tierarzt.

Am besten mit der Mischmethode und vielen kleinen Mahlzeiten. Kitten nehmen Neues meist schnell an, dürfen aber nie hungern. Mehr dazu in meinem Ratgeber Kitten füttern.

Mit viel Geduld: Trockenfutter erst anfeuchten, dann sehr langsam Nassfutter untermischen. Alle Schritte findest du in meinem Ratgeber Katze frisst kein Nassfutter.

Beitragsbild: KDdesign_photo_video / Shutterstock.com

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Ein Kommentar

  1. Wir haben uns dafür entschieden, dass Essen unserer Katze von einer Zoofachhandlung zu bestellen. Wir wollen sie an ein Futter gewöhnen, was auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Gut zu zu wissen, dass es bei der Futterumstellung hilfreich ist, wenn die Katze ihre Mahlzeiten immer zu festen Zeiten bekommt.

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