Futterumstellung bei Katzen – Diese 6 Tipps helfen garantiert


Futterumstellung bei Katzen

Katzen können sehr kompliziert sein, wenn es um ihr Futter geht. Vor allem eine Futterumstellung ist bei Katzen schwierig. Oftmals gewöhnen sie sich stark an die ihnen bekannte Sorte und verweigern sich Neuem.

Es gehört meist einiges an Geduld dazu, wenn man seine Katze an neues Futter gewöhnen will. Diese Geduld lohnt sich aber, wenn man bei seiner Katze eine Futterumstellung zum Beispiel von ungesundem Trockenfutter hin zu einem hochwertigen Nassfutter vollzieht.

Wir zeigen dir, wie die Gewöhnung an ein neues Katzenfutter auf jeden Fall gelingt und geben dir wertvolle Tipps an die Hand!

 

Katzen sind echte Gewohnheitstiere, wenn es um den Inhalt ihres Futternapfes geht. Sie bleiben gerne für lange Zeit bei der selben Sorte Katzenfutter. Die Tiere bleiben instinktiv gerne beim ihnen bekannten Futter, denn schließlich hat es sich für sie bewährt.

Das ist ein natürliches Verhalten der Katze, welches sie in der Natur vor giftigen Beutetieren oder Pflanzen schützt. Haben sie Mäuse oder Vögel einmal als bekömmliche Beutetiere ausgemacht, werden sie nicht versuchen, zum Beispiel eine Kröte zu fangen.

Dieser eigentlich ganz sinnvolle Schutzmechanismus kann allerdings im Wege stehen, wenn man seine Katze an ein höherwertiges Katzenfutter gewöhnen möchte. Oftmals wird dieses so lange verschmäht, bis Frauchen oder Herrchen wieder das altbekannte Fabrikfutter in den Napf macht.

An dieser Stelle sollte man als Katzenhalter aber auf keinen Fall aufgeben, schließlich geht es um die Gesundheit des geliebten Haustieres: “Gesundheit beginnt bei der Nahrung” – das gilt auch für Katzen!

Katzen erkennen nicht die Qualität des Futters

Katzen wissen nicht, welches Futter gut für ihre Gesundheit ist – das muss ihr Mensch für sie entscheiden! – Bild: Nils Jacobi / Shutterstock

Das Problem: Katzen können nicht einschätzen, ob ihr Futter gesund ist oder nicht. Hat sich ein Futter für sie bewährt, halten die meisten Katzen daran fest und verweigern eine neue Sorte Katzenfutter.

Besonders Schwierig ist die Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter. Trockenfutter riecht und schmeckt viel intensiver als das allein schon wegen dem höheren Feuchtigkeitsanteil gesündere Nassfutter.

Zudem sind Trockenfutter oft Lockstoffe beigemischt, die die Katze regelrecht süchtig machen.

Hersteller von Katzenfutter nennen solche Stoffe “Akzeptanzverbesserer”. Zucker, Salz oder künstliche Aromen sorgen dafür, dass die Katze nur noch dieses eine Futter will.

Es ist also die Aufgabe des Menschen, darauf zu achten, dass die Katze etwas Gesundes zu fressen bekommt. Eine Futterumstellung hin zu einem artgerechten Katzenfutter wie Anifit lohnt sich allemal, auch wenn sie durchaus eine Weile dauern kann.

Die 6 effektivsten Tipps zur Futterumstellung bei Katzen

Die folgenden Tipps werden dir helfen, deine Katze an ein hochwertiges Nassfutter zu gewöhnen. Die Tipps sind dabei in einer logischen Reihenfolge: So kannst du die Futterumstellung Schritt für Schritt umsetzen!

1. Einfach mal anbieten

Vielleicht gehört deine Katze ja zu jener seltenen Sorte, die nicht mäkelig bei neuem Fressen ist? Stell ihr doch einfach mal einen Napf vom neuen Futter hin und schau, was passiert!

Alternativ kannst du deiner Katze auch zwei Näpfe geben: Einen mit dem alten und Einen mit dem neuen Katzenfutter. Wenn du Glück hast, wird sie das neue Futter probieren. Wenn sie von beiden Sorten frisst, kannst du versuchen, ihr nur noch das neue Futter zu geben.

2. Das neue Futter für deine Katze attraktiver machen

Damit das ihr noch unbekannte Futter interessanter wird, kannst du auf ein paar kleine Tricks zurückgreifen. Damit das neue Futter auch mit Trockenfutter in der Gunst deiner Katze konkurrieren kann, ist so manches Mittel erlaubt:

  • Erwärme das Nassfutter leicht in der Mikrowelle. So wird es einen aromatischen Duft entwickeln und auch intensiver schmecken, falls deine Katze probiert
  • Garniere das Fressen mit ein paar Bröseln Trockenfutter
  • Auch Leckereien wie Bierhefeflocken, Käsestückchen oder Lachsöl können deine Katze zum Probieren verlocken

3. Die Substitutionsmethode – Die Katze Schritt für Schritt an neues Futter gewöhnen

In kleinen Schritten kannst du mehr vom neuen Katzenfutter unter das alte mischen. Mach dir dazu Notizen!

“Substitutionsmethode” klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Misch einen halben Teelöffel vom neuen Futter unter das Alte. Wenn deine Katze das akzeptiert, kannst du Tag für Tag den Anteil des neuen Katzenfutters immer um einen weiteren halben Teelöffel erhöhen.

Wenn deine Katze das gut mitmacht und der Anteil des neuen Katzenfutters immer größer wird, machst du schrittweise weniger vom alten Futter in den Napf.

Wichtig: Die Substitutionsmethode braucht ihre Zeit. Erst wenn deine Katze ein oder zwei Tage lang das Futtergemisch akzeptiert, kannst du den nächsten Schritt gehen. Die Futterumstellung dauert in etwa 2 bis 3 Wochen.

Es kann aber auch Rückschritte geben, wenn deine Katze das Futter plötzlich verweigert. In solchen Fällen musst du wieder einen Schritt zurückgehen – gib ihr aber auf keinen Fall wieder das alte Futter pur. Bei solchen Härtefällen können bis zu 8 Wochen vergehen, bis sich die Katze an das neue Futter gewöhnt hat.

Mach dir Notizen, damit du sicher weißt, wie das Mischungsverhältnis an welchem Tag war:

Merkzettel zur Futterumstellung herunterladen & ausdrucken

Die Substitutionsmethode führt mit ausreichend Geduld immer zum Erfolg. Die folgenden Tipps können ergänzend beziehungsweise vorbereitend angewendet werden:

4. Die Katze von Trockenfutter auf Nassfutter umstellen

Trockenfutter ist wie bereits erwähnt ein echter Süchtigmacher. Außerdem ist die Konsistenz eine ganz andere. Da solltest du als erstes ansetzen:

Besprüh das Trockenfutter ganz leicht mit Wasser. Dazu kannst du zum Beispiel eine Blumenspritze nehmen.

Es soll zunächst nur minimal angefeuchtet werden. Von Tag zu Tag kannst du die Wassermenge erhöhen. So wird das Trockenfutter immer weicher und deine Katze gewöhnt sich an diese Futterkonsistenz.

Akzeptiert sie das weiche Trockenfutter, kannst du anfangen, Schritt für Schritt ein wenig vom neuen Nassfutter unterzurühren, wie oben beschrieben.

Tipp: Welches Nassfutter für Katzen ist das Beste? Bei unserem Katzenfutter Test kannst du vergleichen!

5. Feste Fütterungszeiten für deine Katze einführen

Sehr hilfreich für die Futterumstellung bei Katzen ist es, wenn die Katze ihre Mahlzeiten immer zu festen Zeiten bekommt. 3 Mahlzeiten bei Erwachsenen Katzen und 5 Mahlzeiten bei Kitten sind optimal.

Die Unart, seiner Katze neben den Mahlzeiten den ganzen Tag Trockenfutter bereitzustellen , sollte vor einer Futterumstellung ebenfalls abgeschafft werden.

Deine Katze gewöhnt sich schnell an Fütterungszeiten. Sie wird vor den Mahlzeiten wieder einen gesunden Appetit haben!

Damit das der Fall ist, dürfen auch Leckerlis während dem Futterwechsel nicht gegeben werden!

6. Hartnäckig bleiben – Auch wenn deine Katze mal das Fressen verweigert

Wenn du das Futter Schritt für Schritt nach der Substitutionsmethode umstellst, wird vielleicht irgendwann der Punkt kommen, an dem deine Katze eine Mahlzeit verweigert. In einem solchen Fall musst du hartnäckig bleiben: Dann hungert Miez halt ein wenig…

Räum den Napf nach maximal 30 Minuten weg. Auch wenn deine Katze protestiert: Es gibt jetzt erst wieder zur nächsten Mahlzeit etwas zu fressen.

Wenn sie auch beim nächsten Versuch die selbe Mischung aus altem und neuem Fressen verweigert, räumst es wieder nach 30 Minuten weg.

Verschmäht sie allerdings auch die dritte Mahlzeit mit dem selben Mischverhältnis, solltest du lieber wieder etwas weniger vom neuen Fresschen unterrühren. Schließlich sollten Katzen keinesfalls mehr als 24 Stunden nichts fressen (und das gilt für gesunde, erwachsene Katzen mit Normalgewicht!).

Durchfall während der Futterumstellung der Katze

Die Futterumstellung kann dazu führen, dass der Stuhl deiner Katze feuchter wird, bis hin zum Durchfall.

Die Verdauung deines Stubentigers muss sich erst einmal auf das neue Futter einstellen. Der Durchfall legt sich nach spätestens 2-3 Tagen von selbst wieder. Sollte er länger andauern oder sehr heftig ausfallen, mit hohem Flüssigkeitsverlust, solltest du lieber einen Tierarzt konsultieren.

Du interessierst dich für gesunde, artgerechte Katzennahrung? Hier findest du mehr Informationen:

Beitragsbild (ganz oben): KDdesignphoto / Shutterstock.com


0 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.