Katzenfutter ohne Getreide: Weil Katzen Raubtiere sind


Katzenfutter ohne Getreide

Könnte sich Deine Katze ihren Speiseplan selbst zusammenstellen, bestünde dieser ausschließlich aus Fleisch. In Mäusen gesprochen: zwischen acht und zwölf der kleinen Nager würde Deine Katze jeden Tag verspeisen. Darüber hinaus stünden Vögel und kleine Reptilien ebenfalls auf ihrem Speiseplan. Denn Katzen gehören zu den Raubtieren und damit zu den Fleischfressern.

Und das ist auch der Hauptgrund, warum du deiner Katze nur Katzenfutter ohne Getreide füttern solltest!

Das natürliche Fressverhalten der Katze

Obwohl nie domestiziert, sind Katzen schon viele Jahrhunderte Teil des Menschen. Sie wanderten dem Menschen hinterher und bedienten sich des reichen Angebots an Nagetieren, die sich in seinem Umfeld stets etablierten. Katzen gelten deshalb als Kulturfolger.

Um ihren Energiebedarf zu decken, fressen Katzen mehrere kleine Mahlzeiten. Dies hat hauptsächlich mit der Beute zu tun – wohl kaum eine Maus bringt sich vor der Katze in Stellung und wartet darauf, gefressen zu werden. Auch deshalb sind mehrere Jagdzyklen notwendig, um den Energiebedarf zu stillen.

Dazu gehören vor allem Mäuse, Fische, Reptilien, Amphibien, Fische und Insekten. Allerdings ist die Ernährung auch vom individuellen Energiebedarf der Katze abhängig.

Katzen sind reine Fleischfresser – Katzenfutter ohne Getreide ist also empfehlenswert! – Bild: Andrey Stratilatov / Shutterstock.com

Was ist eigentlich getreidefreies Katzenfutter?

Sprechen Futterhersteller von getreidefreiem Katzenfutter, dann darf dieses weder Weizen noch Mais, Reis oder ähnliches enthalten. Andere Kohlenhydratquellen sind beispielsweise Kartoffeln. Stattdessen beinhaltet es einen deutlich höheren Fleischanteil, der dem natürlichen Fressverhalten einer Katze Rechnung trägt.

Warum Getreide in Katzenfutter nichts verloren hat

Getreide im Katzenfutter kann Verdauungsprobleme verursachen

Als reiner Fleischfresser besteht die Nahrung von Katzen hauptsächlich aus Proteinen, Fetten und nur einem kleinen Anteil an Kohlenhydraten. Hochwertiges Fleisch sollte demnach 75 Prozent oder mehr der Ernährung ausmachen.

Weil Katzen in der Natur aber nicht ausschließlich Fleisch, sondern weitere Nähr- und Ballaststoffe aufnehmen, muss diesem Bedürfnis auch in der Fütterung von Hauskatzen Rechnung getragen werden. In der Regel sind im Fertigfutter aus dem Fachhandel alle wichtigen Inhaltsstoffe enthalten. Allerdings sind hier oftmals Zucker, künstliche Aromen oder andere Zusatzstoffe enthalten.

Katzen können Kohlenhydrate nicht optimal verdauen, weil ihnen ein dafür notwendiges Enzym im Speichel fehlt. Bei der Futterherstellung soll das Erhitzen von Kohlenhydraten diese Problematik ausräumen.

Allerdings ist die in Kartoffeln enthaltene Stärke anders beschaffen als jene in Mais. Deshalb ist die korrekte Aufbereitung von Fertigfutter in industriellem Rahmen schwierig. Die Folge sind Verdauungsprobleme oder Unverträglichkeiten.

Im Übrigen ist ein Zuviel an tierischem Protein für Katzen kein Problem. Pflanzliches Protein hingegen beeinträchtigen die Verdaulichkeit des Futters und haben negative Auswirkungen auf die Nierenfunktion der Katze – Todesursache Nummer 1 der Hauskatze in Deutschland.

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Getreide im Katzenfutter – lediglich ein billiger Füllstoff

Getreide dient im Katzenfutter lediglich als Füllstoff, der für eine vergleichsweise kurze Zeit sättigend wirkt. Für Futtermittelhersteller besitzt Getreide vor allem einen Vorteil: es ist deutlich günstiger als Fleisch.

Verabreichst Du Deiner Katze auf Dauer Getreide über das Futter, kann dies durchaus Folgen haben. Gluten als Bestandteil von Getreide ist bekannt dafür, Allergien auszulösen – auch bei Katzen. Vor allem Trockenfutter besitzt in der Regel einen höheren Anteil an Getreide, weil die darin enthaltene Stärke zum Pressen des Trockenfutters benötigt wird.

Es gibt also gute Gründe, dass Du darauf achtest, welches Futter Du Deiner Katze verabreichst.

Welche Folgen hat Getreide im Katzenfutter für den Stoffwechsel Deines Vierbeiners?

Weizen oder Mais werden oft als billiger Füllstoff in Katzenfutter eingesetzt – Bild: sophiecat / Shutterstock.com

Zwar nehmen Katzen durchaus Getreide auf – aber anders und in deutlich geringeren Mengen als in industriellem Fertigfutter. In ihrer Lieblingsnahrung, der Maus, sind neben einem großen Teil an Proteinen, Fetten und Wasser lediglich rund 3 Prozent Getreide enthalten.

Allerdings ist das Getreide, das die Katze über die Maus erhält, bereits aufgespalten; die Katze kann das Getreide damit verdauen. Der Verdauungsprozess selbst setzt bei der Katze erst im Dünndarm ein. Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse stellen die Aufspaltung tierischer Proteine sicher.

Enthält Katzenfutter einen zu hohen Getreideanteil, sind die Enzyme mit der Verdauung der Kohlenhydrate beschäftigt und die wichtigen tierischen Proteine werden vom Körper nur unzureichend aufgenommen.

Weil die Energiegewinnung bereits ab einem Getreideanteil von etwa 9 Prozent sinkt, würde dies für die Katze nur einen geringen Nährwert bieten – selbst bei einem vergleichsweise hohen Fleischanteil.

Insbesondere Trockenfutter besitzt einen hohen Anteil an Getreide – bis zu achtzig Prozent – und wirkt sich negativ auf die Gesundheit Deines Vierbeiners aus. Die Inhaltsstoffe werden aus dem Körper ausgeschieden, ohne der Katze ausreichend wichtige Nährstoffe zuzuführen. Die Folge ist Mangelernährung.

In extremen Fällen kann Futter, das Getreide enthält, mit dem Stoffwechsel sogar völlig inkompatibel sein.

Wie viel Getreide darf von Katzen aufgenommen werden?

Grundsätzlich gilt, dass die Katze etwa vier bis acht Gramm Kohlenhydrate täglich aufnehmen kann, ohne dass ihre Verdauung davon beeinträchtigt wird. Wird dieser Wert überschritten, können sich bereits Folgeerscheinungen manifestieren. Während etwas mehr als ein Drittel an Kohlenhydrate (als Anteil an der gesamten Futtermenge) als akzeptabel gilt, sind Anteile über vierzig Prozent oft schon mit Verdauungsproblemen verbunden.

Die ideale Zusammensetzung von Katzenfutter ohne Getreide

Grundsätzlich solltest Du bei der Fütterung Deiner Katze auf Trockenfutter gänzlich verzichten, denn es ist einfach nicht artgerecht. Katzen trinken von Haus aus wenig Wasser, weil ihre Beutetiere bereits einen hohen Anteil an Wasser enthalten. Deshalb ist Nassfutter die bessere Wahl, vor allem, um Folgekrankheiten zu vermeiden.

Gutes Katzenfutter sollte einen Fleischanteil von mindestens achtzig Prozent besitzen, am besten sogar neunzig.

Achte dabei auch auf die Zusammensetzung, denn in vielen minderwertigen Futtersorten wirkt der Anteil an Fleisch auf der Zutatenliste irreführend. Steht dort beispielsweise eine Mengenangabe über das im Futter enthaltene Fleisch, behalte immer im Blick, welches Fleisch.

Nicht immer handelt es sich dabei um hochwertige Bestandteile. Und auch die Begrifflichkeit „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ist nur eine Wortklauberei: es steht stellvertretend für minderwertige Produkte, die nicht so nahrhaft wie hochwertiges Muskelfleisch sind. Das verwendete Fleisch besteht meist aus Schlachtabfällen, tierische Nebenerzeugnisse sind Schnäbel, Feder, Blut usw.

Gute Futtermittelhersteller führen die verwendeten Fleischsorten explizit auf. Fleisch sollte außerdem der erste Punkt auf der Zutatenliste sein.

In unserem Katzenfutter Test nehmen wir regelmäßig Nassfutter vieler Hersteller genau unter die Lupe. So kannst du leicht vergleichen, welches Futter das Beste für deine Katze ist!

Fazit und Futterempfehlung für Katzen

Eine getreidereiche Ernährung steht im Verdacht, Nierenschäden bei Katzen zu begünstigen. Zwar konnte ein Zusammenhang nicht vollständig nachgewiesen werden, doch führt Getreide zu einem Anstieg des Insulinspiegels. Bei ohnehin kranken Tieren ist daher der Verzicht auf getreidehaltiges Futter ratsam. Und auch bei gesunden Tieren ist dies eine gute Entscheidung.

Achte ebenso auf andere Inhaltsstoffe, die im Katzenfutter nichts zu suchen haben. Dazu gehört vor allem Zucker, aber auch synthetische Stoffe, die zu einem besseren Geschmackserlebnis der Katze beitragen sollen. Beide sind für den Stubentiger äußerst ungesund. Zucker existiert in unterschiedlichen Ausprägungen und taucht nicht immer als „Zucker“ auf der Zutatenliste auf, sondern unter anderem als Saccharose, Glucose, Dextrose, Maltodextrin oder Melasse.

Ein weiteres Tabu im Katzenfutter sind Zusatzstoffe wie künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Bindemittel, Geliermittel, Verdickungsmittel oder Farbstoffe.

Katzenfutter ohne Getreide und ohne Zucker ist zweifelsohne die artgerechtere Ernährung für Deine Katze und eignet sich für Vierbeiner jeden Alters. Es gibt zahlreiche Anbieter auf dem Markt, die hochwertiges Futter für Deine Fellnase anbieten.

Die Produktion des Futters unterliegt dabei oftmals ebenso strengen Bestimmungen wie die des Menschen. Eines der Vorzeigeunternehmen in diesem Bereich ist Anifit. Das Unternehmen legt bei der Herstellung Wert auf Frische und Bio-Qualität – und auf Fleisch als Hauptbestandteil.

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Beitragsbild (ganz oben): Astrid Gast / Shutterstock.com


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