14 Gefahren für Katzen im Haushalt – Darauf solltest du unbedingt achten!

Gefahren für KatzenIn Wohnungen lauern viele Gefahren für Katzen! Die geliebten Haustiere sind von Natur aus neugierig, was ihnen leider oft zum Verhängnis wird.

Vor allem junge und somit sehr aktive Katzen begeben sich durch ihre Neugierde leider besonders oft in Gefahr.

Deine Aufgabe ist es, die möglichen Bedrohungen für deine Katze zu erkennen und zu beseitigen.

Hier findest du eine Liste mit den schlimmsten Gefahrenquellen für Katzen im Haushalt, dabei erhebe ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit – zu vielfältig sind die möglichen Gefahren

Gerne darfst du die Liste mit einem Kommentar (weiter unten) ergänzen!

Gefahren für Wohnungskatzen

1. Gekippte Fenster

Katzen: Gefahr durch Kippfenster

Gekippte Fenster können zur Todesfalle für Katzen werden

Wenn eine Katze versucht, durch ein gekipptes Fenster ins Freie zu gelangen, kann sie in der Öffnung hängen bleiben. Dabei kann sie sich schlimmste Verletzungen zuziehen, die sogar tödlich enden können!

Diese Gefahr wird von vielen Katzenhaltern unterschätzt. Du solltest nicht denken, dass der Spalt für deine Katze viel zu schmal ist! Der Kopf ist bei Katzen genauso breit wie der Rest des Körpers – wenn also der Kopf durchpasst, wird deine Katze es probieren.

Und so ein Katzenkopf ist schmaler als man denkt, das Fell trägt hier ganz schön auf.

Eine Katze, die aus Neugierde durch ein Kippfenster nach draußen entwischen möchte, wird sich im spitz zusammenlaufenden Spalt verfangen. Die Folge: Panik und hektische Versuche sich zu befreien, welche meist alles noch schlimmer machen.

Wird die Katze nicht schnell befreit, drohen schwere Verletzungen dadurch, dass an der Druckstelle die Blutversorgung abgeklemmt wurde:

  • Lähmung der Hinterbeine
  • Blutgerinnsel in den Bauchgefäßen
  • Schäden an inneren Organen
  • Knochenbrüche durch die Versuche sich zu befreien

Tierärzte sprechen dabei vom “Kippfenstersyndrom“.

Nicht selten müssen Katzen mit diesen Schädigungen eingeschläfert werden oder werden tot im Fensterspalt aufgefunden.

Wenn du also mit gekipptem Fenster lüftest, dann nur wenn du selbst in der Nähe bist.

Das ist natürlich ziemlich unpraktikabel. Ein Kippfensterschutz für Katzen ist da eine sinnvolle Investition, so kannst du gekippte Fenster absichern.

2. Halsbänder

Halsbänder für Katzen mögen ja süß aussehen (Geschmackssache…), bergen aber eine riesige Gefahr:

Katzen können damit hängen bleiben und sich so selbst strangulieren.

Auch beim Versuch, sich aus dem Halsband zu befreien kann sich eine Katze schlimme Verletzungen am Mund zuziehen oder mit einer Pfote hängenbleiben.

Für Freigänger ist die Gefahr noch größer, hier wird mehr geklettert, weswegen die Wahrscheinlichkeit hängen zu bleiben ungleich größer ist.

Freigänger-Katzen brauchen KEINE Halsbänder mit Namen und Adresse des Halters falls sie stiften gehen – Eine Tätowierung im Ohr, eine Registrierung bei Tasso oder ein Chip reichen hier vollkommen aus!

Der einzige sinnvolle Zweck eines Katzenhalsbandes: Daran kann man einen GPS Sender oder einen Peilsender anbringen um seine Katze jederzeit orten zu können – sehr praktisch bei notorischen Dauerstreunern.

In diesem Fall solltest Du dann unbedingt ein gutes Sicherheitshalsband verwenden: Ein Sicherheitsverschluss, der im Notfall öffnet sollte hier vorhanden sein. Außerdem sollten gute Sicherheitshalsbänder elastisch sein, damit deine Katze sich im Notfall befreien kann.

3. Balkone und offene Fenster

Katzen Balkon-Schutz-Netz

Ein Katzen-Netz (im Hintergrund) kann vor gefährlichen Stürzen vom Balkon oder aus Fenstern schützen

Gerade im Sommer ist der Balkon für Wohnungskatzen der beliebteste Ort überhaupt. Aber auch hier lauern Gefahren.

Auch wenn Katzen für ihren guten Gleichgewichtssinn bekannt sind:

Auch Katzen machen Fehler – was bei einem Balkon oder einem offenen Fenster übel enden kann.

Deshalb solltest du Fenster und Balkone mit einem Katzen-tauglichen Netz (mehr dazu unter 4.) absturzsicher machen!

Bei Balkonen gibt es noch ein zusätzliches Problem: Von Dach-Balkonen können Katzen oft aufs Dach gelangen, was die Absturzgefahr zusätzlich erhöht.

4. Katzen-Netze

Aber auch Katzen-Netze selbst können zur Gefahr werden:

Wenn Sie zu grobmaschig sind, können Katzen ihre Köpfe in die Maschen stecken. Geraten sie dann in Panik, weil sie sich nicht befreien können, besteht die Gefahr der Selbst-Strangulation.

Somit kann ein vermeintliches Sicherheitsprodukt zur Todesfalle für Katzen im Haushalt werden.

Wenn du dir ein Katzenschutznetz anschaffst, dann musst du unbedingt darauf achten:

Die Maschen sollten nicht größer als 3 mal 3 cm sein!

5. Pflanzen

Katzen knabbern gerne Pflanzen an, leider gibt es viele verschiedene Zimmerpflanzen, die für Katzen giftig sind!

Hier findest du eine (sehr lange) Liste mit für Katzen giftigen Pflanzen: Katzen-Forum.net – Liste mit giftigen Pflanzen.

Auf der anderen Seite hier noch eine Liste mit für Katzen ungefährlichen Pflanzen.

Generell sind fast alle Pflanzen, die man kaufen kann mit sehr vielen Pestiziden und sonstigen Chemikalien behandelt, die weder für die Katze noch für den Menschen gut sind.

Besser man kauft sich unbehandelte Pflanzensamen und zieht seine Pflanzen und Blumen selbst groß.

Auch Gießkannen mit Dünger im Wasser sollte man von Katzen fernhalten, ebenso wie Blumenuntersetzer, in denen sich Dünger-belastetes Wasser sammeln könnte.

Mit Clicker-Training für Katzen kann man den Vierbeinern beibringen, nur an den für sie bestimmten Pflanzen (zum Beispiel Katzengras) zu knabbern.

6. Plastiktüten

Herumliegende Plastiktüten sind eine sehr große Gefahr für Katzen. Wenn sie versuchen, hineinzukriechen, weil die Tüte so schön knistert und wie eine Höhle ist, besteht größte Erstickungsgefahr!

Lass also nie eine Plastiktüte herumliegen!

7. Türen

Türen können dann zur Gefahr werden, wenn in der Wohnung Durchzug herrscht und Katzen zum Beispiel mit dem Schwanz in einer zuschlagenden Tür eingeklemmt werden. Türen kannst du wunderbar mit Türstoppern (Keile aus Holz oder Gummi) sichern.

8. Waschmaschine / Trockner

Gefahrenquellen für Katzen: Waschmaschine und Trockner

Die Waschmaschine sollte für Katzen als Schlafplatz generell tabu sein

Für manche Katzen sind Waschmaschine oder Trockner der optimale Schlafplatz: Warm, eng, Höhlen-artig, eventuell sogar voller weicher Wäsche, die nach Mensch riecht. Du solltest also vor dem Anstellen dieser Haushaltsmaschinen darauf achten, ob nicht zufällig deine Katze darin schläft.

Am besten lass deine Katzen NIE in Waschmaschine oder Trockner schlafen, damit sie sich das erst gar nicht angewöhnt.

9. Medikamente

Medikamente, die für den Menschen gut sind, können für Katzen lebensgefährlich sein. Dazu zählen zum Beispiel Aspirin und andere Schmerzmittel.

Auch manche Salben zur Wundbehandlung sind für Katzen nicht gut – Wund-und-Heil-Salbe kannst du deiner Katze aber verabreichen.

Du solltest Medikamente niemals herum liegen lassen und immer an einem gesicherten Ort aufbewahren (zum Beispiel im Medizinschrank).

10. Kabel, Schlaufen, Seile

Alles Seil-ähnliche kann zu einer Gefahr für Katzen werden, denn sie könnten hier hängen bleiben und sich in Panik selbst schwer verletzen oder sogar töten.

Schlaufen an Rollos, Kabel, Lichterketten am Weihnachtsbaum oder Ähnliches sollten niemals so herumhängen, das Katzen heran kommen.

Kabel, die Strom führen sind zusätzlich gefährlich, falls deine Katze daran knabbern sollte. Die wenigsten Katzen zeigen dieses Verhalten, trotzdem solltest du Kabel am besten so verlegen, dass sie nicht zugänglich sind.

11. Herdplatten

Ssscat von Innotek - Katzenfernhaltespray

Ein wirksames Mittel, um Katzen von der Küchen-Arbeitsplatte fern zu halten: Innotek SSSCat – Klick auf das Bild für mehr Infos

Heiße Herdplatten solltest du niemals unbeaufsichtigt lassen, neugierige Stubentiger können sich hier ordentlich die Pfötchen verbrennen.

Natürlich sollte die Küchen-Arbeitsfläche sowieso absolutes Tabu sein, nicht nur wegen dem Herd sondern auch wegen der vielen scharfen Gegenstände.

Sei also konsequent und setz deine Katze jedes mal runter, wenn sie auf die Arbeitsfläche springt. Hier darf es keine Ausnahmen geben!

In der Küche kann auch ein technisches Hilfsmittel wie zum Beispiel das Innotek Ssscat Katzenfernhaltespray (siehe Bild) eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine Spraydose mit Bewegungsmelder, die ein ungiftiges, geruchsloses Gas (quasi Luft) versprüht, wenn der Bewegungsmelder ausgelöst wird.

Durch das Geräusch des entweichenden Gases erschrecken sich Katzen und werden nach ein paar versuchen den Ort meiden.

Dabei wird kein Duftstoff oder Ähnliches eingesetzt, anders als bei anderen Katzenfernhaltesprays, die man keinesfalls in der Wohnung benutzen sollte.

12. Reinigungsmittel

Manche Katzen sind so neugierig, dass sie sogar an einer Reinigungsmittel-Flasche lecken würden. Das kann böse enden, mit Vergiftungen oder Verätzungen.

Deshalb solltest du Reinigungsmittel immer wegschließen, so dass dein Vierbeiner gar nicht erst heran kommt. Wenn du in einem Raum mit Reinigungsmitteln arbeitest, sollte sich deine Katze am besten in einem anderen Raum aufhalten, bis die gereinigten Flächen komplett abgetrocknet sind.

Natürlich solltest du auch möglichst nicht allzu aggressive Reiniger benutzen.

13. Ameisenköder, Silberfischköder und Ähnliches

Wenn du unter einer Ameisen-, Motten- oder Silberfischplage leidest, dann solltest du die passenden Köder und Gifte so einsetzen, dass deine Katze sie nicht erreichen kann. Oder aber du setzt komplett auf natürliche Mittel, zum Beispiel Backpulver oder Kaffeesatz gegen Ameisen.

14. Wollknäuel

14 Gefahren für Katzen

Sieht süß aus, ist aber saugefährlich: Wollfäden können verschluckt werden und so gesundheitlichen Schaden bei deiner Katze anrichten


Das Bild einer Katze, die vergnügt mit einem Wollknäuel spielt hat wohl jeder von uns noch aus Kindestagen im Kopf.

Aber Achtung! Wollknäuel sind sehr gefährlich für Katzen! Wenn sich ein einzelner Faden löst und die Katze diesen in den Mund bekommt, dann kann sie nicht mehr anders als ihn zu verschlucken.

Das liegt an den “Widerhaken” auf der Katzenzuge. Ein verschluckter Faden (an dem dann auch noch das Knäuel hängt) kann zu schlimmen Entzündungen, Darmverschluss und schlimmen Schäden an den Verdauungsorganen führen.

Wichtig: Hat deine Katze einen Faden verschluckt, dann versuch nicht, ihn durch den Mund nach draußen zu ziehen! Wenn der Faden schon weit in die Gedärme vorgedrungen ist, kann dies zu schlimmen Verletzungen führen. Hier kann nur noch der Tierarzt helfen, der den Faden operativ entfernen muss.

Die Gefahren des Alltags – Fazit und Aufruf

Man könnte diese Liste unendlich fortsetzen, so viele kleine und große Gefahren gibt es für Katzen in Haushalten.

Es ist wie mit kleinen Kindern, man kann nicht immer auf sie aufpassen und nicht jede Gefahr vorhersehen. Diese Liste soll eine gewisse Wissensbasis vermitteln, die schlimmsten Gefahren auflisten und davor warnen.

Du solltest mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, was zu einer Gefahr für deine Katze werden kann, welche Situation gefährlich werden könnte.

Falls dir noch wichtige Gefahrenquellen einfallen, die ich in dieser Liste nicht genannt habe, dann würde ich mich freuen, wenn du weiter unten einen Kommentar hinterlassen würdest. Auch im Katzen-Forum kannst du über das Thema Sicherheit diskutieren.

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Über den Autoren

Ich blogge hier: Dominik, Jahrgang '85, Hobbyblogger und Katzennarr. Die Erfahrungen, die ich im Zusammenleben mit meinen drei Katzen Whisky, Tequila und Lori sowie durch viel Recherche gesammelt habe, möchte ich hier an meine Leser weitergeben. Ich freue mich über (fast) jeden Kommentar!

14 Kommentare

    • Es gibt sehr viele Artikel im Internet darüber aber für dich:
      1. Du Konditionierst deine Katze auf den Klicker, indem du nach dem Klick ein Leckerli gibst. Das solltest du erstmal so ca 1-2 Wochen täglich 10-15 min machen. Du kannst dir das auch aufteilen (klappt dann sowieso besser), z.B. morgens 10 min und abends zehn min.
      2. Wenn deine Katze das klicken dann mit einem Leckerli verbindet kannst du einen Schritt weiter gehen. Ich habe z.B. deren Namen gerufen und wenn sie zu mir gekommen sind habe ich geklickt und ein Leckerli gegeben. Du kannst aber auch einen Stock mit einem kleinen Ball vorne zur Hilfe nehmen. Katzen riechen gerne, und stupsen auch gern ihre Nase irgendwo ran. Wenn die Katze also die Nasenspitze zum Ball bringt dann klicken und Leckerli. Nach einer gewissen Zeit ist die Katze dann so weit und folgt dem Stab. Läuft Pakour etc. So kannst du deiner Katze fast alles beibringen.
      Aber bitte nicht überfordern. Auch wenn du schon sehr weit bist mit dem Training solltest du nie länger als 15 min am Stück trainieren. Spiele nach dem Training lieber noch ein bisschen mit ihr oder kuschel eine Runde. Das tolle am klickern ist, dass gerade Wohnungskatzen den Kopf ein bisschen benutzen. Bei meinen Stubentigern haben sich Probleme wie Unsauberkeit und Tapetenkratzen dadurch erledigt. Es ist ein längerer Prozess, aber am Ende lohnt es. Meist kannst du später auch den Klicker weglassen und nur Leckerlis geben. Ebenfalls kannst du mit dem Klickern deine Katze gut an die Transportbox ranführen, immer klicken wenn sich die Katze an die Box ranbewegt, sie berührt oder sogar reingeht. Wie gesagt die Grenzen sind fast unbegrenzt.
      Ich hoffe ich konnte dir damit helfen. Ansonsten gibt es tolle Beiträge im Internet =)
      Liebe Grüße

  1. Es gibt viele Sachen die für eine Katze gefährlich kommen können. Am besten ist es sich nicht soviel Sorgen zu machen, dann passiert auch nichts

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  5. Seit über 30 Jahren habe ich Katzen – bzw 2 an der Zahl.
    Die laufen auf Balkonen, auch schon mal gefallen, wir stellen Fenster auf Kipp, hatten Ameisen versucht mit Ameisenködern zu entfernen, sind ein Haushalt mit sehr vielen Kabeln, haben auch diverse Reinigungsmittel…
    nutzen Tüten, Trockner und Waschmaschiene…

    Und was? Die Katzen leben noch. Auch dürfen unsere Kinder Dreck anfassen…sind selten Krank….

    • Dominik Hollenbach am

      Hallo Daniel,
      dann hattest du eben Glück. Aber es geht ja um die Beseitigung von Gefahrenquellen – und das kann nie schaden. Und was das mit Kindern und Dreck Anfassen zu tun hat erschließt sich mir nicht. Alles in allem ein doch recht nutzloser Kommentar von dir.

      Gruß,
      Dominik

      • Ich finde auch das man es auch nicht übertreiben sollte, aber der Artikel hat nun wirklich nur gute Tipps. Und hey wenn man eine Gefahrenquelle (z.B. durchs einfache schließen der Waschmaschinentür) abschalten kann ist das doch gut. Schaden kann es auf jedenfall nicht.
        LG

  6. Meine Katze hatte ihren Schlafplatz mal auf der Waschmaschine (Bullauge). Irgendwann ist sie mal runtergerutscht und mit dem Schwanz an der offenen Tür hängen geblieben…

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