Katzen im Winter – 6 Fragen für dich beantwortet

Katzen frieren im Winter genauso wie wir Menschen. Deshalb wird sich so mancher Freigänger in der kalten Jahreszeit lieber in der warmen Wohnung aufhalten. Was du bei einer Katze mit Freigang im Winter beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel – Ich beantworte 6  Fragen, die häufig zum Thema Katzen im Winter gestellt werden.

Katze Winter

1. Frieren Katzen überhaupt?

Diese Frage werde ich immer wieder gefragt, wenn es draußen langsam kälter wird, vor allem nachts.

Die Antwort ist: Ja, auch Katzen frieren. Sie haben genau so ein Temperaturempfinden wie wir Menschen.

Alle heutigen Katzenrassen stammen von der Falbkatze ab, welche aus heißen Regionen in Nordafrika und Arabien stammt. Zwar bekommen die meisten Katzenrassen durch den Fellwechsel eine mehr oder weniger dicke Unterwolle, trotzdem sollten Miezen bei Minusgraden nicht zu lange am Stück draußen sein müssen.

Ansonsten droht eine Unterkühlung, welche eine Erkältung oder eine Blasenentzündung zur Folge haben kann. Besonders schlimme ist es, wenn das Fell der Katze nass wird oder sie kaltem Wind ausgesetzt ist. Im schlimmsten Fall kann eine dauerhafte Unterkühlung tödlich für eine Katze sein.

2. Warum sind Katzen im Winter so träge?

Wenn es draußen kalt wird, dann werden Katzen noch träger als sonst. Im Winter schlafen und dösen Katzen bis zu 20 Stunden am Tag!
Sowohl reine Wohnungskatzen als auf Freigänger verhalten sich so. Sie machen das, um Energie zu sparen, die sie für das Aufrechterhalten der Körpertemperatur benötigen könnten.

Freigänger werden im Winter sehr viel seltener nach draußen wollen. Ja nach Temperament werden aber trotzdem mehrere kleine Streifzüge durch das Revier unternommen. Schließlich muss man ja nach dem Rechten sehen!

Katze Winter frieren

Im Winter schlafen Katzen noch mehr als sonst. ein Liegeplatz am Fenster ist jetzt optimal

3. Dürfen Katzen bei Kälte nach draußen?

Eine gesunde und erwachsene Katze kann man ohne Probleme auch bei Eis und Schnee vor die Tür lassen. Alte oder kranke Tiere sollten bei eisigen Temperaturen lieber drinnen bleiben. Gleiches gilt für Kitten, da sie noch kein richtiges Fell mit Unterwolle haben. Ihr flauschiges Babyfell isoliert noch nicht genügend vor der Kälte.

Sehr sinnvoll wäre gerade im Winter eine Katzenklappe. So kann der Stubentiger selbst entscheiden, wie lange er nach draußen will.

Viertens: Sollten Katzen im Winter draußen schlafen?

Es ist durchaus möglich, dass eine Katze auch im Winter die Nacht draußen verbringt. Aber bedenke: Eine Nacht ist lang! Besonders wichtig ist es, dass das Fell deiner Katze nicht nass wird und dass sie nicht kaltem Wind schutzlos ausgeliefert ist.

In manchen Fällen lässt es sich nicht vermeiden, dass eine Katze draußen schläft. Zum Beispiel, wenn der Einbau einer Katzenklappe nicht möglich ist – die Katze aber trotzdem auf nächtliche Streifzüge besteht. Das kann schonmal zu einem schlafraubenden nächtlichen Miauen führen.

Manche Katzen sind auch einfach reine “Draußenkatzen” – Sie kommen in Wohnungen nicht klar, weil sie es einfach nicht gewöhnt sind.

Versuche in einem solchen Fall zu ermöglichen, dass deine Katze Zugang zu einem windgeschützen, trockenen Ort hat. Das kann eine Garage, ein Keller oder ein Schuppen sein.

TIPP: Katzenhaus / Thermohütte für Katzen

Was dem Hund seine Hundehütte ist der Katze ihre Katzenhütte.

Eine kleine, isolierte Hütte schützt vor Kälte, Nässe und Wind und mit einer Kuscheldecke ausgelegt bietet sie einen guten Schlafplatz für kalte Winternächte. Eine Katzenhütte kannst du leicht selber bauen oder aber fertig kaufen!

Wenn du handwerklich geschickt bist, kannst du sie von Grund auf selbst bauen. Achte dabei auf folgende Details:

  • Die Hütte sollte auf Beinen stehen. So kommt der Boden nicht mit dem Untergrund in Kontakt, was vor Bodenkälte und Nässe schützt.
  • Der Eingang sollte möglichst klein gehalten sein, damit hier nicht zu viel Wärme verloren geht. Du kannst auch eine Katzenklappe einbauen oder einen Transparenten Plastik-Vorhang verwenden.
  • Die Wände, den Boden und das Dach isolierst du am besten mit Styroporplatten. Diese lassen sich leicht zuschneiden und sind nicht sehr anfällig für Schimmel.
  • Die Hütte sollte nicht zu groß sein: Je größer die Oberflächen, desto schwieriger ist sie zu isolieren. Kleinere Thermohütten für Katzen erwärmen sich außerdem schneller durch die Körpertemperatur der Katze.
  • Das Dach sollte schräg sein, damit Wasser abläuft und sich Schnee nicht zu hoch auftürmen kann.
  • Verwende nicht giftige Öko-Lacke mit wenig Geruchsbildung
  • Eine kuschelige Decke und eine gepolsterte Unterlage runden das Winterquartier für deine Katze ab.

Wenn du nicht das Geschick oder die Zeit hast, selbst eine Thermohütte für deine Katze zu bauen, kannst du auch eine fertige kaufen. Hier findest du verschiedene Modelle, teilweise sogar mit einer elektrischen Heizung:

Katzenhaus isoliert

Perfekt für kalte Winternächte: Dieses isolierte Katzenhaus gibt es sogar mit Heizung

5. Was muss bei der Fütterung von Katzen im Winter beachtet werden?

Reine Wohnungskatzen werden wie im Sommer gefüttert. Versuch sie aber täglich zum Spielen zu animieren, da sie sonst durch ihre Winter-Trägheit an Gewicht zulegen wird.

Freigänger dürfen im Winter gerne extra große Futterrationen bekommen. Es ist gut, wenn sie sich etwas Winterspeck anfressen können, schließlich isoliert auch dieser gegen die Kälte.
Achte aber darauf, dass deine Katze im Frühling behutsam wieder auf ihr Normalgewicht kommt. Füttere ihr dann etwas weniger als ihre normale Ration und beobachte ob sie langsam abnimmt.

6. Was gibt es sonst noch zu beachten?

Pfotenpflege Katze im Winter

Die Pfoten deiner Katze musst du im WInter regelmäßig kontrollieren und pflegen

  • Pfotenpflege – Die empfindlichen Katzenpfoten brauchen im Winter ganz besonders deine Aufmerksamkeit. Schnee und Eis setzen den Pfötchen zu. Besonders Split und Streusalz können zu rissigen Pfotenballen oder kleinen Verletzungen führen. Untersuche die Pfoten deiner Katze regelmäßig und behandle sie (auch vorbeugend) mit Pfotenbalsam für Katzen.
  • Beschäftigung – Wie bereits erwähnt musst du gerade Wohnungskatzen im Winter etwas zum Spielen animieren. Das ist nicht nur wichtig, damit sie ihr Gewicht hält, es ist auch gut für ihr Gemüt. Freigängern wird im Winter in der Wohnung schnell langweilig – draußen ist es einfach viel aufregender. Auch hier solltest du für Beschäftigung sorgen: Ein großer Kratzbaum und tägliche Spielzeit sind ein Muss!
  • Mit Ausblick – Biete deiner Freigängerkatze im Winter einen gemütlichen Platz am Fenster an. So kann sie gemütlich aus der warmen Stube beobachten, was draußen in ihrem Revier passiert. So wird sie bestimmt auf den einen oder anderen Ausflug verzichten, was die Gefahr einer Erkältung mindert. Im Zoofachhandel gibt es Katzenliegen, die du einfach an der Fensterbank befestigen kannst und so ein stabiles, Kuscheliges Plätzchen mit Ausblick bietet.
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Über den Autoren

Ich blogge hier: Dominik, Jahrgang '85, Hobbyblogger und Katzennarr. Die Erfahrungen, die ich im Zusammenleben mit meinen drei Katzen Whisky, Tequila und Lori sowie durch viel Recherche gesammelt habe, möchte ich hier an meine Leser weitergeben. Ich freue mich über (fast) jeden Kommentar!

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