Katzenfutter gibt es in allen Qualitätsstufen – und der Unterschied zwischen Marketing und echtem Mehrwert ist oft schwer zu erkennen. Damit meine Testberichte nachvollziehbar und vergleichbar bleiben, bewertet ich jedes Futter nach denselben festen Kriterien. Hier erkläre ich, wie das genau funktioniert – und warum.
Wie ich teste – und warum du mir vertrauen kannst

Wer ich bin
Hi, ich bin Dominik – und ich lebe seit 25 Jahren mit Katzen zusammen. Von Anfang an habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was wirklich in den Napf gehört. Irgendwann wollte ich das nicht mehr nur für meine eigenen Tiere wissen, sondern auch anderen Katzenhaltern eine ehrliche Antwort geben – und so ist katzenkram.net entstanden. Mehr über mich und meine Katzen →
Wie ich teste
Seitdem teste ich Katzenfutter systematisch: verschiedene Marken, verschiedene Sorten, mit meinen eigenen Katzen im echten Alltag. Über die Jahre habe ich einen Bewertungskatalog entwickelt und immer weiter verfeinert – auf Basis der offiziellen Empfehlungen der FEDIAF und des NRC, angepasst wann immer neue Erkenntnisse es nötig gemacht haben.
Im Praxistest kommen meine fünf Katzen zum Einsatz: PonPon, Azrael, Bella, Alfi und Mathilda. Jedes Futter landet mindestens zwei Wochen lang täglich im Napf – lange genug, um zu sehen, ob es wirklich schmeckt und ob es gut vertragen wird. Blähungen, stinkender Kot, Durchfall, stumpfes Fell, weniger Vitalität – all das fällt in einem echten Langzeittest auf, nicht nach einer einzigen Mahlzeit.
Ich teste nicht jedes Futter
Gesundes Katzenfutter liegt mir am Herzen. Denn leider bekommen immer noch viel zu viele Katzen Futter in den Napf, das ihnen langfristig schadet:
- Schlachtabfälle, die mit künstlichen Aromastoffen aufgehübscht werden
- Getreide und Soja als billige Füllstoffe
- Zucker als Geschmacksverstärker
- Trockenfutter – das ich schon allein wegen der fehlenden Feuchtigkeit und dem zu hohen Pflanzenanteil als nicht artgerecht betrachte
Für meinen Katzenfutter Test treffe ich deshalb eine sorgfältige Vorauswahl: Ich stelle hier ausschließlich Produkte vor, die ich meinen eigenen Katzen bedenkenlos füttern würde. Auch bei hochwertigen Nassfuttern gibt es aber große Unterschiede – vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für jedes Produkt, das ich teste und empfehle, erhalte ich eine Provision wenn du über meine Links kaufst. Da ich aber eine sorgfältige Vorauswahl treffe und grundsätzlich nur Futter teste, das ich meinen eigenen Katzen bedenkenlos füttern würde, kann ich das guten Gewissens vertreten. Schlechtes Futter kommt bei mir gar nicht erst in den Test – und meine Bewertungen innerhalb des Tests werden dadurch nicht beeinflusst.
Meine Testkriterien
Damit alle getesteten Produkte fair und vergleichbar bewertet werden, habe ich einen festen Bewertungskatalog entwickelt. Jedes Kriterium startet mit einer Maximalpunktzahl, von der nach klaren Regeln Punkte abgezogen werden. So ergibt sich eine Gesamtnote, mit der man auf einen Blick sieht, wie ich das Produkt einschätze.
Die 5 Kriterien:
Die ersten vier Kriterien bewerte ich rein objektiv nach festen Regeln – gleich für jedes Produkt. Der Praxistest ist naturgemäß etwas subjektiver, aber auch dort begründe ich jede Note ausführlich im jeweiligen Testbericht.
Rezeptur
Jedes getestete Katzenfutter startet mit 10 Punkten. Folgende Abzüge gibt es:
- 0,5 bis 1 Punkt bei mehr als 4 % pflanzlichen Zutaten
- 0,5 bis 1,5 Punkte bei zu viel zugesetzter Brühe oder wenn diese offensichtlich nicht deklariert wurde
- Je 1 Punkt für Geschmacksverstärker oder künstliche Aromastoffe
- 1 Punkt bei nicht näher definierten Tierischen Nebenerzeugnissen
- 1 Punkt bei nicht genau benannten pflanzlichen Nebenprodukten
- Je 1 Punkt, wenn Mais, Soja oder Getreide enthalten sind
- 1 Punkt für Zucker oder stark zuckerhaltigen Inhaltsstoffen
- Je 1 Punkt für die Verwendung von Farbstoff, Cassia Gum, Gelier- oder Verdickungsmittel
- 1 Punkt, wenn gar keine pflanzlichen Zutaten enthalten sind
- 1,5 Punkte, wenn die Zutaten weder Bio-Qualität noch Lebensmittelqualität haben
- 0,5 Punkte für pflanzliche Öle (außer Borretschöl oder Nachtkerzenöl)
- 0,5 Punkte bei sonstiger Fettzugabe (zum Beispiel „Hühnerfett“)
Fleischanteil laut Deklaration
Katzen sind Fleischfresser – noch ausgeprägter als Hunde. Ein hoher Fleischanteil ist deshalb das wichtigste Qualitätsmerkmal für ein gutes Katzenfutter. Mehr dazu in meinem Artikel zu Katzenfutter mit hohem Fleischanteil.
|
Fleischanteil |
Bewertung |
|---|---|
|
94-97 % |
10 Punkte |
|
Über 90 % |
9 Punkte |
|
Über 80 % |
8 Punkte |
|
Über 70 % |
7 Punkte |
|
Über 60 % |
6 Punkte |
|
Über 50 % |
5 Punkte |
Katzenfutter mit weniger als 50 % Fleischanteil nehme ich grundsätzlich nicht in den Test. Halbe Punkte sind möglich – 93 % ergibt zum Beispiel 9,5 Punkte, 76 % ergibt 7,5 Punkte.
Analysewerte
Jedes Futter startet mit 10 Punkten. Folgende Abzüge gibt es:
- 1 Punkt bei einem Proteingehalt unter 6%
- 0,5 bis 1 Punkt bei einem Fettanteil unter 2% oder über 10%
- 0,5 bis 1 Punkt bei Rohasche über 2 %
- 1 Punkt bei Rohfaser über 1 %
- 1 Punkt bei einem NfE-Wert in der Trockenmasse über 10 %
- 0,5 bis 1 Punkt, wenn das Kalzium/Phosphor-Verhältnis außerhalb des Bereichs 1,1–1,3 : 1 liegt
- 1 Punkt, wenn zugesetztes Taurin unter 2.000 mg pro kg Trockenmasse liegt
- 0,5 Punkte, wenn zugesetztes Taurin über 4.000 mg pro kg Trockenmasse liegt
Deklaration
Für Katzenhalter ist die Deklaration der wichtigste Anhaltspunkt zur Qualitätseinschätzung eines Futters. Je transparenter, desto besser:
|
Deklarierter Anteil |
Bewertung |
|---|---|
|
100 % |
10 Punkte |
|
90 % |
9 Punkte |
|
80 % |
8 Punkte |
|
70 % |
7 Punkte |
|
60 % |
6 Punkte |
|
… |
… |
Zusätzliche Abzüge:
- 3 Punkte bei ausschließlich geschlossener Deklaration mit Zutatengruppen
- 0,5 bis 1 Punkt bei fehlenden Mengenangaben für einzelne Zutaten
Praxistest
Das Herzstück jedes Tests. Meine fünf Katzen PonPon, Azrael, Bella, Alfi und Mathilda probieren verschiedene Sorten jedes Herstellers. Mindestens eine Sorte bekommt außerdem über mindestens zwei Wochen als Hauptfutter.
Akzeptanz und Verträglichkeit
- Schmeckt den Katzen das Futter?
- Wie ist die Akzeptanz über den gesamten Testzeitraum?
- Gibt es Verdauungsprobleme – Blähungen, Durchfall, stinkender Kot?
- Gibt es Anzeichen für Unverträglichkeiten – stumpfes Fell, weniger Vitalität?
Produkt und Verpackung
- Geruch und Optik des Futters
- Lässt sich die Verpackung leicht öffnen?
- Ist die Verpackung nachhaltig?
Hersteller und Service
- Wo wird produziert, woher stammt das Fleisch?
- Gibt es soziales Engagement (z.B. Tierschutz)?
- Gibt es Bemühungen in Sachen Klimaschutz?
- Wie ist der Kundenservice?
- Ist das Futter gut verfügbar – online, im Laden, mit akzeptabler Lieferzeit?
Die Bewertung im Praxistest ist naturgemäß etwas subjektiver als bei den anderen Kriterien – ich begründe jede Note deshalb ausführlich im jeweiligen Testbericht.
Hinweis: Ich teste nicht unter Laborbedingungen. Meine Bewertungen basieren auf veröffentlichten Deklarationen, Analysewerten, Herstellerangaben und meinem eigenen Praxistest. Trotz größter Sorgfalt können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Du vertrittst einen Hersteller und bist der Meinung, dein Produkt wurde ungerecht bewertet? Melde dich gern über mein Kontaktformular.







