Zahnwechsel bei Katzen – Von den Milchzähnen zum fertigen Gebiss

„Haben Katzen auch Milchzähne?“ – Diese Frage höre und lese ich des Öfteren. Die Antwort ist: Ja! Katzen haben zunächst kleine Milchzähnchen. Es folgt der Zahnwechsel. Dabei werden die Milchzähne der Katze durch die bleibenden Zähne ersetzt. Genau wie bei uns Menschen.

Hier erfährst du alles Wissenswerte zum Zahnwechsel bei Katzen, was du beachten solltest und wie du dein dabei Kätzchen unterstützen kannst.

 Die Milchzähne bei der Katze

Katzen kommen ohne Zähne auf die Welt. Die brauchen sie auch ganz am Anfang nicht, schließlich nuckeln sie erst einmal genüsslich Milch an Mamas Zitzen.

Doch bereits nach 2 Wochen können sich erste, winzige Milchzähne durch das Zahnfleisch einer Babykatze schieben. Im Alter von 6 bis 8 Wochen ist das Milchgebiss dann vollständig.

Den Mund der Babykatze zieren jetzt 26 kleine, aber verdammt scharfe Milchzähne. Du wirst garantiert beim Spielen am eigenen Leibe zu spüren bekommen, WIE spitz die Zähnchen sind.

Wenn das Milchzahngebiss fertig ausgebildet ist, ist die kleine Katze auch bereit für erste feste Nahrung. Auch ihr Verdauungstrakt kann jetzt Brei und kleingematschtes Kitten-Futter vertragen. Die Muttermilch reicht vom Nährwert her nun nicht mehr allein aus. Die Katzenmama wird froh sein, wenn die kleinen jetzt fressen, denn die spitzen Zähne sind beim säugen für sie eher unangenehm…

Lesetipp:

Der Zahnwechsel bei Katzen

Der Zahnwechsel tritt bei Katzen zwischen dem 4. und 6. Monat ein. Spätestens, wenn das Kitten 8 Monate alt ist, ist er komplett abgeschlossen.

Bei Katzen läuft der Zahnwechsel folgendermaßen ab:

  • Die Zahnwurzel des Milchzahns löst sich auf
  • Der nachstoßende Zahn schiebt den Milchzahn nach draußen
  • Die Milchzähne werden meist von der Katze runtergeschluckt

Das Verschlucken der Milchzähne stellt für eine Katze keine Gefahr dar, denn sie sind wie erwähnt winzig klein. Eigentlich schade, dass man nur sehr selten einen herausgefallenen Milchzahn seiner Katze findet, schließlich wäre schönes Andenken.

Übrigens: Das bleibende Gebiss einer Katze besteht übrigens aus 30 Zähnen – also 4 Zähnen mehr als beim Milchgebiss. Die hintersten Backenzähne, die Molare, kommen erst beim Zahnwechsel dazu.

Katze Milchzahn

Findet man leider selten: Milchzahn einer Katze

Begleitende Symptome des Zahnwechsels

Während des Zahnwechsels können bei deiner Katze verschiedene Symptome auftreten:

Das Zahnfleisch kann gerötet sein oder sich leicht entzünden, wodurch ein wahrnehmbarer Mundgeruch entstehen kann. Deine Katzen kann auch Schmerzen am Kiefer haben, die du durch ein Schiefhalten des Kopfes, Übellaunigkeit oder Appetitlosigkeit erkennen kannst. Typisch ist ein vermehrter Speichelfluss.

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Bei all diesen Symptomen musst du dir keine Sorgen machen, sie verschwinden vollständig, wenn der Zahnwechsel bei deiner Katze abgeschlossen ist.

Ebenfalls können Durchfall und Fieber auftreten, wenn die bleibenden Zähne im Anmarsch sind. Das ist vor allem bei stärkeren Entzündungen im Maul der Fall. Bei Durchfall solltest du deinen Tierarzt aufsuchen, denn der Flüssigkeitsverlust ist gerade für junge Katzen gefährlich. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass deine Katze genügend trinkt.

So kannst du deine Katze beim Zahnwechsel unterstützen

Katzen kauen gerne auf verschiedensten Sachen herum, wenn sie ihre Milchzähne verlieren. Zum einen hilft dass, die losen Zähne zu verlieren, zum anderen lindert es das Jucken am Zahnfleisch.

Biete deiner Samtpfote verschiedenste Sachen zum Knabbern an. Das können Katzenminze-Sticks, kleine Äste, verschiedenste Spielzeuge, Trockenfutter oder größere Brocken rohes Fleisch sein.

Stell ihr Futter in verschiedenen Konsistenzen bereit: Weiches Kittenfutter oder Breinahrung lässt sich bei Schmerzen gut essen. Hartes Trockenfutter hilft wie bereits erwähnt beim Loswerden der Milchzähne.

Mögliche Komplikationen – Doppelzähne & Persistierende Milchzähne

Zahnwechsel bei Katzen

Persistierende Milchzähne können zu Zahnfehlstellungen führen

In der Zeit, in der deine Katze ihre neuen Zähne bekommt, solltest du ihr öfters mal ins Maul schauen. So kannst du eventuell auftretende Komplikationen erkennen.

Dazu zählen vor allem Doppelzähne. Dabei lockert sich ein Milchzahn nicht und der neue Zahn schiebt sich an ihm vorbei.

Meist fällt der Milchzahn später doch noch von allein heraus – allerdings nicht immer. Diese sogenannten „persistierenden“ Milchzähne sind dann oft der Grund für Zahnfehlstellungen bei der Katze. Fehlstellungen, vor allem bei zu engen Zahnzwischenräumen, machen das Gebiss deiner Katze anfälliger für Beläge, Entzündungen und Zahnstein.

Deshalb solltest du hartnäckige Milchzähne lieber von einem Tierarzt oder Tierzahnarzt ziehen lassen.

Tipp: Zahnpflege bei der Katze

Du solltest schon möglichst früh damit anfangen, die Zähne deiner Katze aktiv zu pflegen. Verwende dazu Orozyme Zahnpflege-Gel und eine Fingerzahnbürste. Mit dem antibakteriellen Gel beugst du Belägen und Zahnstein vor, was dir später einmal richtig Geld sparen kann – Zahnbehandlungen sind bei Katzen doch recht teuer, auch weil sie unter Vollnarkose gemacht werden.

 

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Über den Autoren

Ich blogge hier: Dominik, Jahrgang '85, Hobbyblogger und Katzennarr. Die Erfahrungen, die ich im Zusammenleben mit meinen drei Katzen Whisky, Tequila und Lori sowie durch viel Recherche gesammelt habe, möchte ich hier an meine Leser weitergeben. Ich freue mich über (fast) jeden Kommentar!

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