Rohasche im Katzenfutter – Was ist das?

Rohasche Katzenfutter

Rohasche im Katzenfutter? Was hat es damit auf sich? Gleich vorweg: “Rohasche” ist keine Zutat von Katzenfutter, es wird also keine Asche als Füllstoff ins Futter gegeben. Wir erklären, was es mit Rohasche im Katzenfutter auf sich hat.

Inhaltsverzeichnis

Katzen können nicht lesen, was in ihrem Futter enthalten ist. Deshalb ist es die Aufgabe des Menschen (“Dosenöffner”) dafür zu sorgen, dass etwas Gesundes in den Futternapf kommt.

Dabei hilft nicht nur unser Katzenfutter Test – es ist auch hilfreich, wenn man sich mit Deklaration, Analytischen Bestandteilen und Zutaten auskennt. Schauen wir als an, was es mit der Rohasche auf sich hat.

Was ist Rohasche im Katzenfutter?

Rohasche findet man auf der Dose oder der Verpackung nicht unter den Zutaten, sonder bei den Analytischen Bestandteilen. Es ist also nicht so, dass dem Katzenfutter Asche beigemengt wird, um Kosten zu sparen oder dergleichen.

Bei Rohasche handelt es sich um einen Sammelbegriff für die im Futter enthaltenen anorganischen Stoffe.

Anorganische Stoffe in Katzenfutter wiederum sind die Mineralstoffe – sowohl Mengenelemente (z.B. Kalzium, Magnesium, Phosphor) als auch Spurenelemente (z.B. Eisen, Jod, Kupfer, Selen).

Aber was hat das mit Asche zu tun?

Die Bestimmung der Rohasche ist eine Disziplin der Futtermittelanalytik, siehe “Erweiterte Weender Futtermittelanalyse”. Dazu wird tatsächlich das Futter bei 550°C in einem sogenannten Muffelofen verbrannt.

Dabei verbrennen alle organischen Stoffe, also Fett, Protein, Kohlenhydrate und Rohfaser. Die Überreste, also die Asche, ist der Anteil der anorganischen Stoffe.

Dabei muss noch erwähnt werden, dass Rohasche nicht mit Gesamtmenge der Mineralstoffe gleichgestellt werden kann. Denn auch Sand oder Ton steigern die Menge der Rohasche und können durchaus ins Futter gelangen. Im Gegensatz zu Mineralstoffen bietet Sand Katzen aber natürlich keinerlei Nutzen.

Katzenfutter Rohasche Analysewerte
Kenngrößen bei der Analyse von Katzenfutter. Rohasche bezeichnet die anorganischen Stoffe, die nach dem Verbrennen übrig bleiben.

Ist Rohasche im Katzenfutter schädlich?

Nein. Da Rohasche wie erwähnt keine Zutat sondern ein Analysewert ist, ist es nicht per sé gut oder schlecht für die Katze.

Katzenfutter ohne Rohasche gibt es nicht, da jedes Lebensmittel einen gewissen Anteil Mineralstoffe hat.

Gleichzeitig lässt sich schlecht sagen, welcher Rohaschegehalt für Katzenfutter optimal ist.

Denn zum einen ist der Wert nicht aussagekräftig, ob es sich um wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente oder um eine Verunreinigung durch Sand handelt.

Zum anderen ist natürlich wichtig, WELCHE Mineralstoffe in WELCHER Menge und in WELCHEM Verhältnis zueinander enthalten sind. Auch das lässt sich über den Rohaschegehalt im Katzenfutter nicht ablesen.

Wie viel Rohasche sollte in Katzenfutter sein?

Der Rohaschegehalt gehört neben Rohfett, Rohprotein, Rohfaser und Flüssigkeit zu den Analytischen Bestandteilen. Diese müssen vom Hersteller auf der Verpackung des Katzenfutters angegeben werden.

Typische bzw. empfohlene Werte für den Rohaschegehalt bei Katzenfutter sind:

  • Nassfutter: 1,5 – 2%
  • Trockenfutter: Unter 5,4%

Der Rohascheanteil ist für sich genommen aber sehr wenig aussagekräftig, wenn es um die Qualität eines Katzenfutters sind. Denn hier erfahren wir nicht, ob die richtigen Mineralstoffe in der richtigen Zusammenstellung enthalten sind oder nicht.

Deshalb ist es wichtig, weitere Angaben zu Mineralstoffen und Spurenelementen zu beachten.

Bei Katzen besonders wichtig:

  • Ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,1 bis 1,3 zu 1

Angeben zu enthaltenen Mineralstoffen und Spurenelementen sind allerdings freiwillig. Bei vielen Herstellern kann man sie jedoch auf Nachfrage bekommen.

Die Maus, das natürliche Beutetier der Katze, hat übrigens einen Rohaschegehalt von 10-12%, abhängig von ihrem Alter und ihrer Ernährung.

Fazit:

Rohasche im Katzenfutter ist nichts Schlimmes. Es ist ein Analysewert, der einen Eindruck vermittelt, wie viele Mineralstoffe enthalten sind. Der Rohaschegehalt ist jedoch wenig aussagekräftig, ob ein Katzenfutter gut ist oder nicht.

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Wer schreibt hier?

Futterexperte für Katzen Dominik HollenbachHallo! Mein Name ist Dominik Hollenbach, ich bin der Gründer von Katzenkram. Seit meiner Kindheit lebe ich mit Katzen zusammen, beschäftige mich seit jeher intensiv mit diesen faszinierenden Lebewesen.

Besonders am Herzen liegt mir das Thema gesunde Ernährung für Katzen. Es gibt auf dem Markt einfach viel zu viel schlechtes und ungesundes Katzenfutter.

Deshalb teste ich mit meinen fünf Katzen PonPon, Bella, Tequila, Azrael und Lori viele verschiedene Sorten und bewerte sie nach Zutaten, Deklaration, analytischen Bestandteilen, Akzeptanz und Verträglichkeit.

Als Ernährungsberater für Katzen weiß ich genau, worauf es bei gutem Katzenfutter ankommt. Unser Katzenfutter Test soll jedem helfen schnell und unkompliziert das beste Katzenfutter zu finden!

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