Hilfe für freilaufende Katzen: So erkennen Sie eine Giardieninfektion

Freigänger habe ein erhöhtes Risiko sich mit diversen Krankheiten zu infizieren. Schließlich kommen sie mit allerlei Tieren sowie deren Kot oder sterblichen Überresten in Kontakt. Eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit der Katzen ist die Giardieninfektion.

Der Parasit kommt bei den meisten Säugetieren vor, z. B. bei Hunden, Katzen, Rindern und Schafen. Der Parasit kann zudem über Lebensmittel und Wasser übertragen werden, was ein gesteigertes Risiko ausmacht. Wenn Sie Ihre Katze schützen möchten, sollten Sie erste Anzeichen sofort erkennen und Ihr Tier regelmäßig testen.

Was verursacht eine Giardieninfektion und wie wird sie verbreitet?

Giardiasis ist eine Infektion des Darmtraktes, die durch Giardia lamblia übertragen wird. Dabei handelt es sich um einen einzelligen “Protozoen”. Es gibt mehrere Varianten von Giardia lamblia, wovon manche auch den Menschen infizieren können. Daher ist es wichtig, nicht nur Ihre Katze vor einer Infektion zu schützen, sondern auch sich selbst.

Der Parasit kommt in zwei Formen vor: als vegetative Form im Darm (Trofozoit) und als Ruhestadium (Zyste). Bei den Zysten handelt es sich um die infektiöse Form. Sie ist relativ widerstandsfähig und überlebt bei Temperaturen von 0° bis 60°C. ZU beachten ist allerdings, dass der Parasit ohne einen Wirt nicht überleben kann. Daher ist er stetig auf der Suche nach einem neuen Tier oder Menschen zum Befallen.

Giardien werden mit dem Kot ausgeschieden, und die Infektion erfolgt in der Regel über fäkalienkontaminiertes Wasser, manchmal auch über Lebensmittel. Somit kann es geschehen, dass Ihre Katze oder Ihr Kater die Parasiten durch das Trinken von Wasser oder riechen an fremdem Kot aufnimmt.

Durch die geringe Infektionsdosis, welche bei weniger als 100 Zysten liegt, kann sich der Parasit schnell verbreiten. Ist eine Katze infiziert, steckt sie meiste alle anderen Katzen in der näheren Umgebung an.

Wird die Infektion nicht behandelt, kann die Ausscheidungszeit Monate bis hin zu Jahren andauern. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel nur wenige Tage. Daher ist es wichtig, schon Frühzeit erste Anzeichen zu erkennen.

Ein Test gibt in kurzer Zeit Aufschluss über einen Befall. Sollten Sie ein positives Ergebnis erhalten, gilt es den Tierarzt aufzusuchen und sofort zu handeln.

Wie gehen Sie mit dem positiven Testergebnis um?

In den meisten Fällen erhalten Sie ein Medikament, welches Sie Ihrer Katze über einen bestimmten Zeitraum verabreichen. Zudem sollten Sie die Räume täglich mit Dampf reinigen, in denen die Katze in den nächsten Tagen und Wochen leben wird. Vorzugsweise bestimmen Sie dazu zwei Räume, damit Sie die Katze jeden Tag in einen desinfizierten und trockenen Raum lassen können.

Baden Sie die Katze auf keinen Fall. Einer der Hauptgründe, warum Giardien überleben, ist Feuchtigkeit und Flüssigkeit, und in jedem Tropfen Kot befinden sich Millionen von Sporen, also verbreiten Sie die Feuchtigkeit nicht. Wenn Kot in das Fell der Katze gelangt, trocknen Sie es, schneiden Sie es ab und werfen Sie es weg.

Dominik Hollenbach
Dominik Hollenbach
Seit ich denken kann habe ich mit Katzen zusammengelebt. Weil diese eleganten Tiere mich schon immer fasziniert haben, habe ich mir seit 2007 viel Fachwissen über Katzen angelesen und mich intensiv mit ihrem Verhalten beschäftigt. Vor allem eine gesunde Ernährung für Katzen liegt mir am Herzen, weshalb ich mich zum Ernährungsberater für Katzen weitergebildet habe.
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