Katzen als Spione – Unglaubliche CIA-Operation im Kalten Krieg

Spionageeinsatz auf leisen Pfoten

Die Grundidee dieses Spionageeinsatzes klingt sogar ganz einleuchtend. Tiere haben sich seit jeher als Einsatzhelfer bewährt und Katzen schienen sich aufgrund diverser Eigenschaften besonders gut als Spione zu eignen:

Sie sind leise Schleicher, wendig genug, um Schlupflöcher zu finden und von Natur aus neugierig – kaum ein Mensch würde bei einer umher wandernden Katze schnell Verdacht schöpfen!

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Die einzigen zwei Fragen, die sich das Team noch stellen musste, lauteten: Wie wird die Katze idealerweise verwanzt, ohne es allzu auffällig zu machen?

Und wie sorgt man dafür, dass sie sich zielsicher zum richtigen Ort bewegt?

Die erste Cyborg-Katze

In einer Stundenlangen Operation wurden einer Katze Mikrofon, Sender, Batterien und Antenne implantiert

Die erste Frage warf bereits Schwierigkeiten auf: Zwar hätte ein Halsband einfach die kleinere Technik enthalten können, allerdings wäre es zu damaliger Zeit sehr schwierig geworden sowohl Mikrofon, Sender, Batterie als auch Antenne kleinteilig in einem Halsband zu verbauen.

Die Technik war zu dieser Zeit schließlich noch grob und groß gebaut. Hätte die Katze das Halsband beschädigt oder verloren oder hätte man es ihr abgenommen, wäre die ganze Operation außerdem sofort gescheitert.

Im schlechtesten Fall hätte der Feind die Technik am Halsband sogar bemerken können.

Die CIA entschied sich daher für einen anderen, nahezu gruseligen Weg: Sie schnitten die Katze auf und verbauten Batterien, Drähte und eine Antenne in ihr.

Eine 4-beinige Version von Frankensteins Monster oder die erste Cyborg-Katze, wenn man so will.

Tatsächlich hätte die Katze auf diese Art die technischen Voraussetzungen für den Lauschangriff erfüllt. Leider konnte die zweite Frage dadurch noch nicht beantwortet werden:

Wie bringt man die Katze zum Zielort?

Auch nach ihrer technischen Bearbeitung verhielt sich die Katze immer noch, wie alle Katzen: Anstatt auf menschliche Befehle zu hören, folgte sie ihrer eigenen Laune, Neugierde, ihrem Hungergefühl, ihrem Jagdinstinkt und Sexualtrieb.

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15-Millionen-Dollar-Training

Um die Katze entsprechend zu trainieren, folgten zahlreiche Tests und Trainingseinheiten – insgesamt kostete das Experiment “Acoustic Kitty” die US-Behörde 15 Millionen Dollar!

Um bestimmten Trieben entgegen zu wirken, wurden der Katze weitere Drähte ins Gehirn gesetzt. So konnte man den Sexualtrieb beispielsweise kurzzeitig abstellen, wenn er gerade hinderlich war. Auch das Training schien kleinere Erfolge zu verzeichnen.

Der erste und einzige Einsatz: Eine Geschichte – zwei mögliche Ausgänge

Wie die Geschichte des ersten und einzigen Einsatzes der “Acoustic Kitty” ausging, ist nicht eindeutig belegbar.

Anfangs hieß es, das Katzentraining wäre so erfolgreich gewesen, dass “Kitty” tatsächlich in menschlicher Begleitung an ihren Einsatzort (in die Nähe der Sowjetischen Botschaft) gebracht wurde.

Dann allerdings, so die tragischere Variante der Geschichte, hielt sie einen Moment zu lange im Straßenverkehr inne – und wurde von einem Taxi überfahren.

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Eine andere Version des Endes wurde im Jahr 2013 von Robert Wallace, ehemaligem Direktor des Office of Technical Service der CIA, präsentiert.

Er behauptete, die Katze wäre niemals zum Einsatz gekommen. Man habe sie nicht ausreichend trainieren können, sodass die Technik aus ihrem Körper wieder entfernt worden sei.

Die Katze sei danach am Leben geblieben. Wallace’s Version ist auf jeden Fall die tierfreundlichere. Welche Version glaubhafter ist, darf der Leser selber entscheiden.

Beitragsbild (ganz oben): KaTci / Shutterstock.com

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