Japanische Studie: Katzen erkennen ihren Namen genau so gut wie Hunde – Sie zeigen es nur nicht!


Katzen erkennen ihren Namen, reagieren aber meist einfach nicht
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Oftmals werden Katzen als weniger intelligent angesehen als Hunde – das liegt aber eher daran, dass unsere felinen Freunde dem Menschen weniger zugewandt sind als Hunde. Oftmals reagieren sie ja nicht einmal, wenn sie gerufen werden!

Eine neue Studie aus Japan hat nun neue Erkenntnisse hervorgebracht: Beim Erkennen ihres Namens liegen Katzen mit Hunden gleichauf – auch wenn sie das zu vertuschen versuchen…

Der Volksmund sagt: Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Begründet wird diese Lobhuldigung durch die treuen Charaktereigenschaften der Vierbeiner, welche innerhalb der Riege der domestizierten Haustiere einzigartig zu sein scheinen.

Demnach werden Hunde als loyal, anhänglich und zuverlässig beschrieben.

Katzen gelten in der breiten öffentlichen Meinung dahingegen als das komplette Gegenteil. Die Stubentiger sind verschrien, Einzelgänger zu sein, die ihre menschlichen Mitbewohner allenfalls als Futterlieferanten dulden.

Katz‘, ich bin zuhause!

Auf den ersten Blick könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die Attribute, welche den unterschiedlichen Tieren seitens der Bevölkerung verliehen werden, einen durchaus wahren Kern besitzen.

Hundebesitzer schauen nicht selten in das Antlitz eines euphorischen, überschwänglich mit dem Schwanz wedelnden Vierbeiners, sobald sie zur Haustür reinkommen – und dass, obwohl sie nicht einmal fünf Minuten lang weg waren.

Betritt hingegen ein Katzenhalter seine heimischen vier Wände, lässt sich der Stubentiger – wenn überhaupt – lediglich für eine kurze Visite „seines“ Menschen blicken.

Mein Name ist Katze, ich weiß von nichts

Zugegeben, das soeben beschriebene Bild ist etwas überspitzt und sollte deshalb nicht als repräsentatives Musterbeispiel angesehen werden.

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Wie die Besitzer von Samtpfoten schon lange wissen, handelt es sich auch bei Katzen um überaus soziale Wesen, welche die Gesellschaft von Menschen über alle Maßen schätzen und eine innige Zuneigung zu ihren Haltern verspüren.

Dass sich Hund und Katz‘ dennoch in einigen Aspekten exorbitant voneinander unterscheiden, liegt auf der Hand:

Während ein wesentlicher Punkt der Hundeerziehung darin besteht, schon den Welpen möglichst früh den eigenen Namen beizubringen, denken viele Leute im Falle von Katzen, dass die Samtpfoten überhaupt nicht dazu in der Lage sind, einen vom Menschen auserwählten Namen auf sich zu projizieren.

Volksweisheit trifft Wissenschaft

Eine japanische Studie befasste sich genauer mit jenem weit verbreiteten Klischee über Katzen.

Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob die pelzigen Vierbeiner grundsätzlich dazu in der Lage sind, ihren eigenen Namen zu erkennen.

Da sich Katzen in ihrer vertrauten Umgebung gemeinhin am wohlsten fühlen, während sie in unbekannten Räumen schnell in Stress geraten, führten die Experten ihre Testreihe im Zuhause der Stubentiger durch.

“Du kannst rufen, so viel du willst…” – Katzen erkennen ihren Namen, halten es aber oft nicht für lohnend, auch zu reagieren.

Wie hast du mich gerade genannt?

Zunächst begannen die Forscher damit, vier Wörter auszusprechen, welche den Namen der Samtpfoten akustisch ähnelten.

Das fünfte gesprochene Wort war wiederum der tatsächliche Name der entsprechenden Fellnase.

Die japanischen Wissenschaftler wollten auf diese Weise herausfinden, ob die Katzen dazu fähig sind, verschiedene Worte voneinander zu unterscheiden und die ihnen geltende Anrede aus den gesprochenen Lauten herauszufiltern.

Während sich die Samtpfoten im Laufe der ersten vier gesprochenen Worte größtenteils gelangweilt von dem akustischen Signal abwandten, zeigten sie bei dem fünften Wort, ihrem Namen, sehr aufmerksame Reaktionen.

Dabei spielte es indes keine Rolle, ob die Namen von den Katzenhaltern oder von fremden Personen ausgesprochen wurden.

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Im Rahmen der späteren Testläufe kamen die menschlichen Stimmen vom Band, doch auch hier zeichnete sich dasselbe Muster ab.

Identifizieren sich Katzen mit ihrem Namen?

“Was? Ich?” – Rufst du deine Katze zur Fütterungszeit, reagiert sie schon ganz anders auf ihren Namen!

Aus ihren Untersuchungen leiteten die Experten ab, dass Katzen durchaus dazu in der Lage sind, die Inhalte von gesprochenen Worten phonetisch voneinander zu unterscheiden und ihre eigenen Namen zu erkennen.

Ob dieser Umstand gleichzeitig bedeutet, dass die Stubentiger die ihnen zugewiesenen Namen auf ihre eigene Identität übertragen, konnte allerdings nicht bewiesen werden.

Es ist wahrscheinlich, dass eine Katze den Ausruf ihres Namens mit positiven Folgehandlungen verbindet.

Denn tatsächlich rufen wir unsere Samtpfoten häufig, wenn wir ihnen das Futter zubereitet haben, uns der Sinn nach einer ausgiebigen Streicheleinheit mit unserem Stubentiger steht oder die nächste Spieleinheit durchgeführt werden möchte.

Eine Frage der Überzeugungskraft

Unterm Strich legt die Studie, die indes um einige Testläufe in japanischen Katzencafés erweitert wurde, den Schluss nahe, dass Katzen sehr wohl wissen, dass wir ihre Aufmerksamkeit erlangen wollen, sobald wir ihren Namen ausrufen.

Im Gegensatz zu Hunden kommen die Stubentiger daraufhin aber nicht immer voller Vorfreude zu ihren Besitzern gelaufen.

Um unsere kleinen Diven hinterm Ofen hervor zu locken braucht es nämlich mehr als den bloßen Ausruf eines schnöden Namens. Wer das Aussprechen des Namens mit dem Rascheln der präferierten Leckerli-Tüte kombiniert, hat ganz klar die besten Argumente auf seiner Seite.

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