“Meine Katze starrt mich an!” – Das steckt dahinter


Meine Katze starrt mich an
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Katzen sind Meister im Anstarren. Wenn eine Katze einen Menschen oder auch einen Artgenossen mit dem Blick fixiert, ist das ein Teil der Körpersprache der Katze.

Dabei kann das Starren drei verschiedene Bedeutungen haben. Um es richtig zu deuten musst du die Situation betrachten, in der deine Katze dich so genau beobachtet sowie weitere Signale deiner Katze deuten.

Das Starren einer Katze nehmen wir Menschen als besonders intensiv wahr. Das liegt vor allem daran, dass Katzenaugen eine Besonderheit haben: Ihre Hornhaut muss nicht ständig befeuchtet werden, so wie bei uns Menschen. Da heißt, Katzen müssen lange Zeit nicht blinzeln – du würdest jeden Anstarr-Wettbewerb gegen deine Samtpfote verlieren!

Aber stimmt es eigentlich, dass man Katzen nicht direkt in die Augen schauen sollte, auch dann nicht, wenn man von ihr angestarrt wird?

Wenn eine Katze einen Menschen anstarrt, kann das 3 Gründe haben:

  • Sie zeigt Interesse
  • Sie drückt Sympathie aus
  • Sie droht und ist aggressiv

Deine Katze starrt dich aus Interesse an

Du sitzt gemütlich auf dem Sofa. Plötzlich merkst du, dass deine Katze in der Nähe sitzt und dich mit ihrem Blick fixiert. Die wahrscheinlichste Erklärung dafür: Sie interessiert sich für dich. Schließlich bist du deiner Katze sehr wichtig, du bist der Mittelpunkt ihres Lebens (zusammen mit dem Katzenfutter natürlich…).

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Legt deine Katze in einer solchen Situation die Ohren nicht an und wirkt auch sonst entspannt, kannst du gerne den Blick erwidern. Sicherlich wird sich deine Katze jetzt auch über deine Aufmerksamkeit und ein paar Streicheleinheiten freuen!

Oftmals beobachten Katzen ihre Menschen ganz genau, wenn die Zeit für die nächste Mahlzeit näher rückt. Sie will dann durch das Anstarren deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Man könnte es gut übersetzen mit “Hey du, ich hab Hunger! Mach ‘ne Dose auf!”.

Erwiderst du ihren Blick nun, wird sie bestimmt zu ihrem Napf rennen und mit Maunzen ihrer Forderung Nachdruck verleihen.

Sympathiebekundung: Wenn Katzen starren und blinzeln

Katze zwinkert oder blinzelt
Zwinker, zwinker – ich mag dich!

Wenn deine Katze dich anstarrt und dir dabei zuzwinkert, himmelt sie dich förmlich an. Das Zwinkern oder Blinzeln wird von Verhaltensforschern auch als das “Lächeln der Katze” bezeichnet.

Deine Katze wird es lieben, wenn du zurückzwinkerst: Erwidere ihren Blick und blinzle betont langsam mit beiden Augen.

Du kannst das Lächeln deiner Katze mit den Augen auch provozieren, indem du ihr zuerst zublinzelst!

Oftmals folgen weitere Liebesbekundungen deiner Katze, sie wird begeistert sein, dass du ihre Körpersprache verstehst. Dann reibt sie ihren Kopf an dir, stupst dich an und schnurrt. Ach, ist das herrlich!

Anstarren als Zeichen für Aggression der Katze

Anstarren kann bei Katzen auch aggressives Verhalten sein

Es kann aber auch eine komplett gegenteilige Bedeutung haben, wenn eine Katze starrt. Meist ist dass der Fall, wenn Katzen sich untereinander anstarren, oder wenn das Gegenüber ein Hund ist.

Das Anstarren ist dabei eine Art Kräftemessen: Die Kontrahenten fixieren sich mit einem festen Blick. Sie wollen so die eigene Stärke und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung zeigen: “Ich bin hier der Chef!”. Entweder wendet eine der Katzen den Blick ab und zieht sich zurück, oder es kommt zum Kampf.

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Dabei wird das Anstarren durch weitere, deutliche Drohgebärden begleitet. An der Körperhaltung der Katze kann man sehr gut ihre Aggresive Stimmung erkennen:

  • Geduckte Haltung, sie macht sich klein
  • Alternativ kann sich eine Katze auch groß machen und dabei einen Buckel machen
  • Sie spannt den Rücken an
  • Angelegte Ohren – Die Ohrmuscheln zeigen nach hinten
  • Die Schnurrhaare sind nach vorne gerichtet
  • Der Schwanz der Katze zuckt nervös hin und her
  • Die Haare am Schwanz sind aufgeplustert
  • Sie zeigt ihre Zähne

Zudem lassen Katzen bei einer Auseinandersetzung ein tiefes Knurren ertönen und fauchen ihr Gegenüber an.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass deine Katze dich aus Aggression heraus anstarrt. Schließlich behandelst du sie gut und sie sieht dich als Freund, ja sogar als Teil ihres Rudels.

Starrt eine Fremde Katze dich aber an un zeigt dabei die oben genannten Drohgebärden, solltest du ihren Blick auf keinen Fall erwidern. Zieh dich zurück und gib dich gelassen. Dann wird sie verstehen, dass du keine Bedrohung für sie darstellst.

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