Träumen Katzen, wenn sie beim Schlafen zucken?

Katze zuckt im Schlaf vom Träumen

Eine zufrieden schlafende Katze ist für Katzenfreunde ein herzerwärmender Anblick. Wenn die Mieze dann noch niedlich mit den Pfoten zuckt, denken wir meistens, dass sie gerade ein aufregendes Abenteuer im Traumland erlebt. Aber stimmt das tatsächlich – können Katzen träumen? Damit bestäftigen wir uns in diesem Artikel.

Die Besonderheiten des Katzen-Schlafs

Ihr spezielles Schlafverhalten gehört zu den liebenswerten Eigenarten der Samtpfoten. Die Vielschläfer genießen ihre Ruhephasen ausgiebig und entzücken uns mit ihrer zufriedenen Mimik im Schlaf.

In den unmöglichsten Positionen können sie es sich auf ihrem Schlafplatz bequem machen und einschlafen. Eingerollt, in Kartons gezwängt oder lang ausgesteckt auf einer kuscheligen Unterlage – Hauptsache schlafen, scheint das Motto der Stubentiger zu sein.

Katzen verschlafen den Großteil ihres Lebens. Bis zu 18 Stunden pro Tag verbringen sie mit kleinen Nickerchen und richtig tiefem Schlafen. Dabei wechseln sich Phasen von leichtem Schlaf und Dösen mit Tiefschlaf ab. Während die Fellnase im Leichtschlaf aufmerksam bleibt und jederzeit auf dem Sprung ist, schaltet sie in Tiefschlafphasen auf komplette Entspannung.

Zum Schlafzyklus gehört eine REM-Phase und eine Non-REM-Phase. “REM” steht für “Rapid Eye Movement”, also schnelle Augenbewegung. Auch Katzen im REM-Schlaf zeigen, ebenso wie andere Säugetiere, schnelle Bewegungen der Augen. Man sieht deutlich ihre Aktivität hinter den Augenlidern .

Im Non-REM-Schlaf kann eine Katze sich körperlich am besten regenerieren. Der REM-Schlaf hingegen ist wichtig für die Tiere, um Erlebtes zu verarbeiten.

Bei Menschen ist in dieser Phase die Traumaktivität sehr intensiv. Bedeutet das, dass Katzen auch träumen? Schließlich wird die REM Schlafphase auch “Traumschlafphase” genannt…

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Katze zuckt im Schlaf – Ein Anzeichen, dass Katzen träumen?

Ein Experiment des französischen Schlafforschers Michel Jouvet zeigte schon in den 1960er Jahren, dass Katzen offenbar zum Teil sehr lebhaft träumen. Er deaktivierte bei Katzen den Teilvom Gehirn, der in der Tiefschlafphase normalerweise die Muskeln lähmt. Daraufhin liefen die Tiere umher, fauchten, sträubten das Fell. Es sah aus, als würden Sie jagen oder einen unsichtbaren Gegner abschrecken wollen – und das alles, während sie schliefen!

Ob und was sie dabei tatsächlich träumt, kann uns eine Katze leider nicht erzählen. Ihre unbewussten Bewegungen im Schlaf geben jedoch Aufschluss, dass sie gerade einiges durchlebt:

  • Zuckungen: Es kommt häufig bei Katzen vor, dass sich ihre Pfoten und Beine im Schlaf bewegen und zucken. Auch an anderen Körperteilen kann man Zuckungen im Schlaf beobachten, z.B. an Gesicht oder Schwanz.
  • Miauen oder Schnurren: Manche Katzen geben Laute von sich, miauen, brummen oder schnurren im Schlaf.
  • Schnurrhaare und Ohren bewegen sich: Bewegungen von Ohren und Schnurrhaaren kommen oft vor und können auf einen Traum hinweisen.
  • Offene Augen: Auch wenn es ein gruseliger Anblick sein kann – dass sich die Augen der Katze im Schlaf teilweise oder ganz öffnen, ist durchaus üblich bei den Vierbeinern.

Die Katze zuckt im Schlaf – Ist das normal? Bewegungen und Zucken, vor allem im REM-Schlaf gehören zum normalen Verhalten einer gesunden Katze, normalerweise muss man sich deswegen also keine Sorgen machen.

Es kann allerdings auch auf Parasiten oder Allergien hinweisen, wenn eine schlafende Katze besonders oft zuckt. Dann zeigt die Katze durch vermehrtes Kratzen im Wachzustand, dass sie unter Juckreiz leidet.

In seltenen Fällen können Krämpfe im Schlaf auch ein Gesundheitsproblem der Katze anzeigen. Im Gegensatz zu harmlosen Zuckungen bekommen Katzen bei Krämpfen und Anfällen einen steifen Körper oder Gliedmaßen und können zu speicheln beginnen. In diesem Fall sollte die Katze dem Tierarzt vorgestellt werden.

Wozu dienen Katzen ihre Träume?

Katze träumt viel

Der Alltag einer Katze steckt voller Erlebnisse – Spielen, Begegnungen mit Artgenossen, Jagen und Fressen. Im Schlaf erholt sich die Katze von positiven wie negativen Erfahrungen und verarbeitet diese. Katzenexperten sind sich inzwischen einige, dass auch Katzen ähnlich wie Menschen träumen und ihre Erlebnisse in Träumen aufarbeiten.

Dabei werden wahrscheinlich nicht nur die täglichen Geschehnisse nacherlebt, im Gehirn verarbeitet und eingeordnet. Vermutlich dienen Träume auch bei Katzen dazu, aus Erfahrungen zu lernen und sich auf neue Herausforderungen vorzubereiten.

Vielleicht träumen Katzen also auch von unbekannten Situationen, die sie noch nie erlebt haben – entsprechend aufregend könnten Katzenträume für die Samtpfoten sein!

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Träumen Katzen von Mäusen?

Eine Studie des Veterinär-Neurologen Adrian Morrison zeigte, dass Katzen während des Schlafens in Traumphasen für die Jagd typische Kopfbewegungen zeigen, als würden sie eine Beute mit dem Blick fixieren. Es liegt also nahe, dass Katzen auch im Traumland Mäuse jagen…

Aber auch, was Kätzchen im Lauf ihres Tages begegnet, kann eine Rolle in ihren Träumen spielen:

  • Katzenhalter und Familie – vermutlich kommen Katzenhalter des Öfteren im Traumland von Katzen vor
  • Artgenossen und Begegnungen mit fremden Katzen könnten in den Träumen von Katzen auftauchen
  • Futter – was im Leben eine große Bedeutung hat, spielt vermutlich auch im Traum eine wichtige Rolle
  • Aber auch unangenehme Erinnerungen könnten im Traum wieder durchlebt werden

Schlussendlich können wir aber natürlich nur mutmaßen, wovon Katzen träumen.

All das Erlebte wird bei Katzen im Traum vermutlich nicht nur nacherlebt, sondern neu zusammengesetzt. Und so zeigen sich bei unseren Fellnasen nach einem erlebnisreichen Tag oft besonders intensive Träume, wenn die Katze im Schlaf zuckt, miaut oder mit dem Schwanz schlägt.

Fazit

Nicht nur Katzenhalter sind überzeugt, dass ihre Katzen träumen können. Die Wissenschaft ist ebenso der Ansicht, dass die Fellnasen in der REM-Phase ihres Schlafes Träume ähnlich wie Menschen haben. Auch wenn wir nur ahnen können, wovon sie träumen – ein lebhafter Traum zeigt sich bei den Samtpfoten meist durch unwillkürliche Zuckungen oder Miauen, und dann heißt es: Bitte nicht wecken!

FAQ – häufige Fragen

Katzen haben wie Menschen eine REM-Schlafphase, in der sie träumen können. Ihr Gehirn ist dabei aktiv und führt zu unbewussten Bewegungen und Lautäußerungen.

Katzen verarbeiten alle ihre Erlebnisse im Traum, daher können Katzenträume auch unangenehme Inhalte haben. So könnten die Samtpfoten auch negative Begegnungen mit Artgenossen oder Tierarztbesuche im Traum nacherleben.

Während des REM-Schlafes ist der Körper aktiver als in den restlichen Schlafphasen. Wenn die Katze träumt, zeigt sich das auch in unwillkürlichen, körperlichen Reaktionen wie Zucken, Pfotenbewegungen, Miauen usw.

Lass deine Katze besser schlafen, wenn sie gerade einen Traum hat. Eine Unterbrechung reißt die Katze aus dem Tiefschlaf, stört ihre Erholung und erschreckt sie womöglich.

Bildquellen:

  • 1. Rafa Beladiez Martinez / Shutterstock.com
  • 2. antibydni / Shutterstock.com

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