Ist Trockenfutter für Katzen wirklich ungesund? 6 Gründe, die du kennen solltest

Katze sitzt vor einem Napf Trockenfutter – warum das auf Dauer ungesund ist

Du fragst dich, ob das Trockenfutter im Napf deiner Katze wirklich so problematisch ist – oder ob das alles übertrieben ist? Dann bist du hier genau richtig: Ich erkläre dir, warum Trockenfutter für Katzen strukturell ungeeignet ist, was die Wissenschaft dazu sagt und welche Alternativen du hast. Nach diesem Artikel wirst du die Sache anders beurteilen.

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Über den Autor

Ich bin Dominik, Gründer von Katzenkram.net. Seit über 25 Jahren lebe ich mit Katzen zusammen – aktuell mit fünf – und gesunde, artgerechte Ernährung war dabei von Anfang an mein Schwerpunkt.

Ich habe hunderte Futtersorten analysiert und jede Empfehlung im Alltag mit meinen eigenen Tieren getestet. Was ich meinen Katzen nicht geben würde, empfehle ich auch dir nicht.

Dominik Hollenbach von Katzenkram mit seinen Katzen PonPon und Alfi

Die ernährungsphysiologischen Grundlagen in diesem Artikel basieren auf den Nutritional Guidelines der FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) – dem wissenschaftlichen Standardwerk für Heimtierernährung in Europa.

Warum Trockenfutter für Katzen das falsche Futter ist

Bevor wir zu den einzelnen Gründen kommen, ist ein Grundverständnis wichtig: Katzen sind obligate Karnivoren. Das bedeutet nicht nur, dass sie Fleisch bevorzugen – ihr gesamter Stoffwechsel ist so ausgelegt, dass er ohne tierische Nahrung nicht funktioniert. Drei Punkte machen das deutlich:

  • Katzen können wichtige Nährstoffe wie Taurin und Arachidonsäure nicht selbst herstellen – sie müssen täglich über Fleisch zugeführt werden.
  • Ihr Darm ist deutlich kürzer als der von Hunden oder Menschen – ausgelegt auf schnell verdauliches Fleisch, nicht auf Stärke und Getreide.
  • Katzen produzieren kaum Amylase im Speichel – das Enzym, das Stärke aufspaltet. Kohlenhydrate sind für sie schlicht schwer verwertbar.

Trockenfutter trifft genau auf diese drei Schwachstellen: zu wenig Fleisch, zu viel Stärke, zu wenig Feuchtigkeit. Die folgenden sechs Gründe erklären das im Detail.

Grund 1: Zu wenig Feuchtigkeit – das größte und am besten belegte Problem

Kein anderes Argument gegen Trockenfutter ist wissenschaftlich so gut belegt wie dieses. Katzen haben von Natur aus einen schwachen Trinkreiz – sie sind evolutionär darauf ausgelegt, ihren Wasserbedarf fast vollständig über die Nahrung zu decken. In der Wildnis besteht ihre Beute zu etwa 70 % aus Wasser.

Trockenfutter enthält dagegen nur 8–10 % Feuchtigkeit. Und der entscheidende Punkt: Katzen können dieses Defizit durch Trinken nicht ausgleichen.

Maus (natürliche Beute)

~70 %

Hochwertiges Nassfutter

~75 %

Trockenfutter

8–10 %

Eine Studie von Buckley et al. (2011), veröffentlicht im British Journal of Nutrition, hat das eindrücklich belegt: Katzen, die mit Trockenfutter gefüttert wurden, tranken zwar sechsmal mehr Wasser als Katzen mit Nassfutter – ihre Gesamtwasseraufnahme war dennoch 30 % geringer.

Ein aktuelles Scoping Review von Kosmal et al. (2026) im Journal of Animal Science wertete 32 Studien zu diesem Thema aus und kam zu einem klaren Ergebnis: Katzen auf Trockenfutter haben eine niedrigere Gesamtwasseraufnahme und ein höheres spezifisches Uringewicht – beides ist mit einem erhöhten Risiko für Harnwegserkrankungen einschließlich Kristallbildung und Harnsteine assoziiert.

⚠ Die Folgen chronischer Dehydrierung

Fazit zu diesem Punkt: Selbst wenn alle anderen Kritikpunkte an Trockenfutter wegfielen – allein der chronisch zu geringe Wassergehalt ist ein ausreichender Grund, Nassfutter als Hauptmahlzeit vorzuziehen.

Grund 2: Zu wenig Fleisch, zu viele Kohlenhydrate

Schwarz-weiße Katze beschnuppert Trockenfutter-Pellets auf einer Handfläche – Trockenfutter enthält oft mehr Getreide als Fleisch
Trockenfutter sieht harmlos aus – was drin steckt, steht meist in kleiner Schrift auf der Rückseite.

Der Name „Katzenfutter“ suggeriert, dass Katzen darin stecken, was Katzen brauchen. Ein Blick auf die Zutaten vieler Trockenfutter-Sorten zeigt ein anderes Bild: Mais, Weizen, Reis, Gerste – pflanzliche Füllstoffe, die den Proteingehalt auf dem Etikett aufblähen, aber für Katzen biologisch kaum verwertbar sind.

Katzen können Kohlenhydrate zwar in geringen Mengen verarbeiten, aber ihr Stoffwechsel ist schlicht nicht dafür ausgelegt. Ihr Darm ist zu kurz, und ihnen fehlen ausreichend Enzyme, um Stärke effizient aufzuspalten. Was unverwertet bleibt, schadet mehr als es nützt.

Der Deklarationstrick der Futtermittelindustrie

Um den niedrigen Fleischanteil zu verschleiern, greift die Industrie zu einem legalen, aber irreführenden Trick:

  • Aufspaltung pflanzlicher Zutaten: Statt „Mais“ steht in der Zutatenliste „Mais, Maismehl, Maiskleber, Maisgrieben“ – vier separate Einträge, die zusammen mehr ausmachen als das Fleisch an erster Stelle.
  • Mehrere Getreidearten: Mais, Weizen und Reis werden einzeln aufgelistet – addiert übersteigen sie den Fleischanteil deutlich.
  • Fleischmehl statt Frischfleisch: Fleischmehl klingt hochwertig, ist aber stark konzentriert und oft aus fragwürdigen Quellen.

Wie du die Deklaration richtig liest und gutes Katzenfutter erkennst, habe ich ausführlich erklärt: Katzenfutter mit hohem Fleischanteil – worauf es wirklich ankommt.


Ich habe Dutzende Futtersorten getestet und analysiert – von Discounter-Ware bis Premium-Nassfutter. Alle Ergebnisse, Testsieger und Empfehlungen findest du in meinem großen Katzenfutter-Test.


Grund 3: Übergewicht und Diabetes – was die Forschung zeigt

Trockenfutter hat eine unnatürlich hohe Energiedichte: Durch den geringen Wassergehalt steckt auf wenig Volumen sehr viel Kalorien. Katzen regulieren ihre Nahrungsaufnahme primär über das Volumen – nicht über Kalorien. Das führt zu struktureller Überfrequenz: Die Katze frisst zu viel, ohne es zu merken.

Hinzu kommt der hohe Kohlenhydratanteil. Kommerzielles Trockenfutter enthält typischerweise 30–40 % Kohlenhydrate auf Trockensubstanz-Basis – ein Wert, der in der natürlichen Beutebeute einer Katze schlicht nicht vorkommt. Kohlenhydrate werden im Katzenkörper in Zucker aufgespalten. Was nicht sofort verbraucht wird, wird als Fett eingelagert.

Was eine schwedische Studie mit über 6.700 Katzen zeigt

Eine große Studie von Öhlund et al. (2017), veröffentlicht im Journal of Veterinary Internal Medicine an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften, untersuchte Risikofaktoren für Diabetes bei Katzen. Das bemerkenswerte Ergebnis:

📋 Studienergebnis: Öhlund et al. 2017

Übergewicht selbst ist dabei unabhängig davon ein gesicherter Risikofaktor. Mehr dazu: Übergewicht bei Katzen und Diabetes bei Katzen.

Grund 4: Das Zahnstein-Märchen

Trockenfutter führt bei Katzen zu Zahnstein

„Trockenfutter ist gut für die Zähne – die Katze muss richtig kauen!“ – diesen Satz hört man oft. Er ist falsch.

Die Tufts University School of Veterinary Medicine hat das klar gestellt: Normales Trockenfutter zerbricht beim Beißen und entfernt keinen Zahnbelag. Es gibt keinen Abrieb-Effekt, der Plaque mechanisch entfernt. Das Gegenteil tritt ein: Der hohe Kohlenhydrat- und teils enthaltene Zuckeranteil fördert Zahnbelag.

Was wirklich hilft:

  • Rohfleisch – der natürliche Weg, Zähne sauber zu halten
  • VOHC-zertifizierte Dentaldiäten – wenn gezielt Zahnpflege gewünscht ist
  • Zahnpflege-Snacks mit nachgewiesener Wirkung – als Ergänzung

Mehr zum Thema: Mundgeruch bei Katzen – Ursachen und was wirklich hilft.

Grund 5: Tiermehle – was sich dahinter verbirgt

Trockenfutter sieht sauber aus, riecht neutral und erinnert an Cerealien. Aber was steckt wirklich drin? Neben pflanzlichen Füllstoffen enthalten die meisten Sorten Tiermehle – und die sind alles andere als transparent deklariert.

Ein kurzer Überblick:

  • Fleischmehl: Gemahlenes Fleisch verschiedener Tierarten – oft ohne Angabe der Herkunft
  • Tiermehl: Alle möglichen Teile vom Tier – Schnäbel, Haut, Klauen, Knochen, Innereien
  • Geflügelmehl: Alle Teile vom Geflügel – entsprechend vage
  • Fischmehl: Gräten, Köpfe und Fischreste – Qualität sehr variabel

Was bemerkenswert ist: Tiermehle sind seit dem BSE-Ausbruch 2001 als Futter für Nutztiere verboten – für Heimtiere gilt dieses Verbot nicht. Das sagt einiges über den Stellenwert aus, den der Gesetzgeber dem Thema beimisst.

Qualitativ hochwertiges Nassfutter dagegen gibt klar an, welches Fleisch aus welchem Tier stammt – ohne Sammelbezeichnungen. Das ist der Unterschied, den du in der Deklaration sofort siehst.

Grund 6: Trockenfutter ist ein hochverarbeitetes Industrieprodukt – und die Tricks, die Katzen dazu bringen, es zu fressen

Mit viel Druck und unter hohen Temperaturen wird der Futterbrei durch den Extruder gepresst

Trockenfutter entsteht durch Extrusion – einen industriellen Prozess, der mit 150–400 Grad Celsius und 200–300 Bar Druck arbeitet. Aus dem Rohstoffbrei werden dabei unter extremen Bedingungen die charakteristischen Futterpellets gepresst. Das hat zwei direkte Konsequenzen:

  • Hitzeempfindliche Nährstoffe wie Vitamine und Aminosäuren werden teilweise zerstört und müssen künstlich nachgegeben werden.
  • Der Fleischanteil muss niedrig gehalten werden, damit das Endprodukt formstabil bleibt – ein weiterer struktureller Grund für den geringen Fleischgehalt.

Was nach der Extrusion aus der Maschine kommt, ist ein geschmackloses, trockenes Pellet. Und genau hier beginnt der vielleicht unappetitlichste Teil der Trockenfutter-Produktion. Ich gehe das Schritt für Schritt durch:

Warum Katzen Trockenfutter überhaupt fressen

Katzen sind geruchsgesteuerte Fresser. Sie entscheiden über Duft, ob sie etwas essen – nicht über Aussehen oder Vernunft. Das rohe Extrudat riecht nach nichts, was eine Katze instinktiv ansprechen würde. Die Lösung der Industrie: Palatants – eine Klasse von Geschmacks- und Aromaverstärkern, die nach der Extrusion auf die Pellets aufgesprüht werden.

Ohne diese Palatants würden die meisten Katzen handelsübliches Trockenfutter verweigern. Trockenfutter gilt in der Industrie als die am wenigsten schmackhafte Futterform – weshalb Palatants generell bei Trockenfutter eingesetzt werden, um die Akzeptanz bei Tieren zu erhöhen. Das allein ist eine aufschlussreiche Aussage.

Animal Digest: Was wirklich auf den Pellets landet

Der wichtigste Palatant in der Industrie ist Animal Digest – auf Deutsch: enzymatisch oder chemisch verflüssigtes Tiermaterial, das auf die Pellets gesprüht wird, um einen „rohen“ oder „fleischigen“ Geruch zu erzeugen.

Laut AAFCO-Definition umfasst Animal Digest chemisch oder enzymatisch hydrolysiertes Tiergewebe – für Rind und Schwein werden Lungen, Milz, Nieren, Gehirn, Leber, Blut, Mägen und Därme verwendet; für Geflügel Leber, Herzen, Köpfe, Füße und Eingeweide.

Was die Definition nicht verlangt: eine nachgewiesene Herkunft aus USDA-inspizierten Schlachtbetrieben. Die FDA stellte bei Tests fest, dass Animal Digest eine wahrscheinliche Quelle für Pentobarbital ist – das Mittel, das zur Euthanasie von Tieren eingesetzt wird. Das bedeutet: Animal Digest kann theoretisch aus eingeschläferten Tieren stammen – ohne dass dies auf der Verpackung angegeben werden muss.

In der Industrie ist Animal Digest intern als „Cat Crack“ bekannt – ein Spitzname, der nicht von Tierschützern stammt, sondern von der Branche selbst.

Pyrophosphate: Chemische Geschmacksverstärker

Pyrophosphate (Phosphatsalze) werden auf Trockenfutter-Pellets aufgetragen – die Kombination mit Fleischhydrolysaten ist eine bewährte Methode, Katzen dazu zu bringen, Trockenfutter zu fressen, das sie andernfalls ablehnen würden. Diese Verbindungen täuschen das Geschmackssystem der Katze – sie erhöhen die Palatabilität ohne jeden Nährwert. Phosphate stehen zudem im Verdacht, bei dauerhaft hoher Aufnahme die Nierenfunktion zu belasten.

Proteinhydrolysate und Zucker

Viele Palatants bestehen aus einer Kombination von Animal Digest, Zuckern, Aminosäuren, Hefeextrakten, Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Zutaten, die bekanntermaßen Geschmackspräferenzen bei Tieren steuern. Zucker dient dabei als „natürlicher Geschmacksverstärker“ – harmlos klingend, aber für Katzen als obligate Karnivoren metabolisch problematisch.

Proteinhydrolysate – also chemisch aufgespaltene Proteine – verstärken Umami-Aromen und erzeugen eine intensive Fleischnote, die das Tier anzieht. Diese modernen Palatants sind keine passiven Aromastoffe mehr, sondern gezielt entwickelte sensorische Systeme, die mit der Basisrezeptur und den Verarbeitungstechnologien zusammenspielen sollen.

Ranzige Fette als Trägerstoff

Palatants können aus einer Kombination von raffiniertem Tierfett, Schmalz, gebrauchtem Restaurantfett und anderen Ölen bestehen, die teilweise als zu ranzig oder ungenießbar für den menschlichen Verzehr gelten. Diese Fette entstammen oft dem Rendering-Prozess – dem Einschmelzen von Tierkadavern – und erzeugen den charakteristischen Geruch, der aus einer frisch geöffneten Trockenfuttertüte aufsteigt.

Konservierungsstoffe für lange Haltbarkeit

Damit Trockenfutter monatelang haltbar bleibt, braucht es Konservierungsstoffe und Antioxidantien. Einige davon stehen im Verdacht, Allergien und Hautreizungen zu fördern:

  • E 320 (Butylhydroxyanisol / BHA)
  • E 321 (Butylhydroxytoluol / BHT)
  • E 324 (Ethoxyquin)
  • E 338 (Phosphorsäure)

Unbedenklich sind dagegen natürliche Antioxidantien wie Ascorbinsäure (Vitamin C) und Tocopherole (Vitamin E) – diese findest du in hochwertigen Nassfuttern. Hochwertiges Nassfutter wird schonend haltbar gemacht: luftdichte Abfüllung in kleine Portionen und Pasteurisierung – ohne aggressive Chemie, ohne Extremtemperaturen.

Was du stattdessen füttern kannst – und wie die Umstellung klappt

Die gute Nachricht: Es gibt überzeugende Alternativen. Zwei haben sich bewährt:

  • Hochwertiges Nassfutter – die praktikabelste Lösung für die meisten Katzenhalter. Achte auf hohen Fleischanteil, klar deklarierte Zutaten, kein Getreide, keinen Zucker. Alle meine Empfehlungen findest du im Katzenfutter Test.
  • BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) – maximal artgerecht, aber zeitaufwendig. Wer das nötige Wissen und die Zeit hat, kann seine Katze damit optimal versorgen.

Das größte praktische Problem: Katzen, die lange mit Trockenfutter aufgewachsen sind, lehnen Nassfutter oft kategorisch ab. Das ist kein Zeichen von Geschmack – es ist eine Gewöhnung an extrem verstärkte Aromen. Die Umstellung braucht Geduld, ist aber machbar.

Wie du eine „Trockenfutter-Junkie“-Katze Schritt für Schritt auf Nassfutter umstellst, habe ich ausführlich beschrieben: Katze frisst kein Nassfutter – so überzeugst du Trockenfutter-Junkies.

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FAQ – Häufige Fragen zum Thema

Dauerhaft als Hauptmahlzeit: ja. Das Problem liegt nicht in einem einzelnen Inhaltsstoff, sondern in der Struktur: zu wenig Feuchtigkeit, zu wenig Fleisch, zu viele Kohlenhydrate. Gelegentlich als Leckerli ist es kein Notfall – als tägliches Hauptfutter schadet es der Gesundheit langfristig.

Als gelegentlichen Snack oder zur Beschäftigung (z. B. in einem Futterball) ist eine kleine Menge Trockenfutter kein Problem. Es sollte aber nicht mehr als ein kleiner Zusatz sein – Nassfutter gehört als Grundlage in den Napf.

Trockenfutter mit hohem Fleischanteil, ohne Getreide und ohne künstliche Zusatzstoffe ist weniger problematisch als billiges Supermarkt-Trockenfutter. Das grundlegende Feuchtigkeitsproblem bleibt aber bei allen Trockenfutter-Sorten bestehen – egal wie hochwertig sie sind.

Ja, in kleinen Mengen ist das völlig okay. Ein paar Stückchen Trockenfutter als Belohnung beim Training oder zur Beschäftigung machen deiner gesunden Katze nichts aus. Das Risiko entsteht durch dauerhaft hohe Anteile im Futterplan.

Das ist ein häufiges Problem, aber lösbar. Katzen, die lange mit Trockenfutter aufgewachsen sind, sind an intensive Aromen gewöhnt und brauchen Zeit für die Umstellung. Mit der richtigen Strategie klappt es bei fast jeder Katze – ich erkläre, wie: Katze frisst kein Nassfutter – so überzeugst du Trockenfutter-Junkies.

Für Katzen als obligate Karnivoren: ja, strukturell. Das liegt nicht daran, dass Nassfutter per se perfekt ist – auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Aber selbst schlechtes Nassfutter liefert in der Regel mehr Feuchtigkeit und weniger Kohlenhydrate als typisches Trockenfutter. Die wissenschaftliche Evidenz zu Wasseraufnahme und Harnwegsgesundheit spricht klar für Nassfutter als Hauptmahlzeit.

Bildquellen:

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5 Kommentare

  1. Ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass die Stiftung Warentest ein gutes Trockenfutter empfiehlt. Ein Nassfutter ist nicht per se besser für die Katze, nur weil es „nass“ ist. Meine letzte Katze ist 18 Jahre alt geworden, obwohl sie nahezu ausschließlich Trockenfutter gefressen hat. Ich weiche das Trockenfutter ein und schon habe ich Nassfutter 🙂 Meine beiden Kater lieben es. Nassfutter ist das teuerste Wasser, das man kaufen kann.

    1. Hallo Herr Scherr,

      vom Katzenfutter Test der Stiftung Warentest halten wir nicht viel…
      Die Tatsache, dass Nassfutter mehr Feuchtigkeit enthält als Trockenfutter, ist ein riesiger Vorteil, vor allem, wenn es um die Gesundheit der Nieren und die Bildung von Harnsteinen geht.
      Dazu gibt es auch Studien, unter anderem diese:
      https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/
      https://elib.tiho-hannover.de/dissertations/schultza_2003.pdf

      Hinzu kommt die mindere Proteinqualität und die erwähnten Zusatzstoffe. Man kann also definitiv per se sagen, dass Nassfutter gesünder ist als Trockenfutter.

      Es freut mich, dass Ihre Katze 18 Jahre alt geworden ist – aber das ist kein Beweis dafür das Trockenfutter doch „gesund“ bzw nicht so ungesund sei. Wer weiß, wie alt sie mit Nassfutter geworden wäre. Es gibt auch Menschen, die trotz starken Rauchens 90 Jahre alt werden – würden Sie deshalb sagen, dass Rauchen nicht ungesund ist?

      Viele Grüße
      Dominik Hollenbach

    2. Die Stiftung Warentest hat ja auch letztes Jahr an Whiskas den Platz 1 vergeben und deren Futter enthält Zucker und Getreide‍
      Das Nassfutter von Anifit, Lucky Kitty, MAC‘S, MjAMjAM sind für meine viel bessere Alternativen..

      Grüße an die Stubentiger!

  2. I understand most of your points, except for the first one. There’re also high quality, grain free dry food like orijen, ziwi, instinct high protein range…. with 80%+ animal ingredients.

    What’s your opinion about those?

    1. Hi Natalie, great question! You’re absolutely right that brands like Orijen, Ziwi or Instinct are a step above the typical supermarket dry food – and I respect that you’re paying attention to ingredients.
      That said, I still have three concerns with even the best dry foods:
      First, 80% animal ingredients is a good start, but I’d argue 90–95% should be the benchmark for a true obligate carnivore like a cat.
      Second, even premium dry food is heavily processed. The extrusion process – high heat, high pressure – denatures proteins and destroys natural nutrients that then have to be added back artificially.
      But the biggest issue for me is the moisture content. Cats are biologically wired to get most of their water through food, not through a water bowl. Dry food sits at around 7–10% moisture – nowhere near what a cat needs. And the sad reality is that most cats simply won’t compensate by drinking enough water, which puts chronic stress on the kidneys and urinary tract over time.
      So while I’d always choose Orijen over Whiskas, I wouldn’t choose any dry food over a high-quality wet food. Hope that makes sense!

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