6 Gründe warum deine Katze oft niest – harmloser Grund oder doch ernsthafte Erkrankung?

Wenn die Katze niest, denken viele Katzenhalter gleich an eine Erkrankung: Eine Erkältung oder gar der berüchtigte Katzenschnupfen, eine ernsthafte und ansteckende Katzenkrankheit.

Katzenschnupfen hat unter anderem Niesen als Symptom und kann chronische Folgen für deine Katze haben kann, wenn sie nicht behandelt wird.

Meist hat ein Niesen bei der Katze aber einen harmlosen Grund. Selbst wenn deine Katze gehäuft „Hatschi“ macht, muss es nicht unbedingt eine Krankheit sein.

In diesem Artikel erkläre ich dir die verschiedenen Auslöser für Niesen bei Katzen. Außerdem gehe ich natürlich näher auf den Katzenschnupfen und andere Erkrankungen ein, auf die ein häufiges Niesen hinweisen könnte.

Deine Katze niest? Häufige harmlose Auslöser

Katzen haben sehr empfindliche Nasen, die durch allerlei Außeneinflüsse gereizt werden können. Somit gibt es verschiedene, zum Glück harmlose, Auslöser für das Niesen. Diese lassen sich oft abstellen oder vermeiden.

Fremdkörper jucken deiner Katze in der Nase

Das Niesen ist bei Katzen, wie auch bei Menschen und anderen Tieren, ein Schutzreflex. Der Körper versucht, durch das stoßhafte Herausblasen von Luft Fremdkörper aus der Nase zu schleudern. Gleiches gilt auch für Schleim, zum Beispiel bei Erkältungen.

Das Niesen bewirkt also, das die Nase deiner Katze freigehalten wird und nicht durch Fremdkörper oder „Rotz“ verstopft wird.

Bei gelegentlichem Niesen sind oftmals Fremdkörper der Auslöser. Haare, Staub, Fusseln – eben alles, was irgendwie in die Nase deiner Katze gelangt, wird durch ein herzhaftes „Hatschi“ wieder hinaus befördert.

Je nach Umfeld (Sauberkeit) kann es auch öfters vorkommen, dass deine Katze niest. Außerdem reagiert jede Samtpfote unterschiedlich stark auf Staub, ähnlich wie bei uns Menschen.

Staubsauger lösen oft Niesen bei Katzen aus

Bild / Foto Katze mit STaubsauger

Beim Staubsaugen wird viel Staub aufgewirbelt, was bei Katzen oft ein Niesen auslöst

Achte mal darauf – niest deine Katze besonders häufig während du staubsaugst? Oder kurz danach?

Wenn ja, dann hat deine Mieze ein empfindliches Näschen. Beim Staubsaugen wird ordentlich Staub aufgewirbelt, welcher natürlich auch in der Katzennase landet.

Verhindern kann das ein Allergiker-Staubsauger, der über spezielle Filter, sogenannte Hepa-Filter, verfügt.

Alternativ sollte deine Katze nicht im selben Raum sein, wenn du staubsaugst (bei vielen Katzen geht das ja ganz von allein…). Und sie sollte das Zimmer erst nach ein paar Minuten wieder betreten, wenn der Staub sich gelegt hat.

Trockene Luft als Auslöser für Niesreiz für Katzen

Wenn deine Katze im Winter besonders oft niest, dann hat sie sich nicht unbedingt eine Erkältung eingefangen.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass deine Heizung daran schuld ist. Denn wenn du im Winter heizt, wird automatisch die Raumluft trockener.

Das führt dann dazu, dass die Nase deiner Katze über ihre Schleimhäute mehr Flüssigkeit produzieren muss um das auszugleichen. Die Folge: Vermehrtes Niesen um überschüssiges Nasensekret loszuwerden.

Deine Katze niest somit zwar, ohne wirklich krank zu sein – wenn du ihr aber etwas Gutes tun willst, dann schaff dir einen Luftbefeuchter an. Somit kannst du die Luftfeuchtigkeit gezielt regulieren. Das ist dann nicht nur gut für deine Katze, das bessere Raumklima kommt auch dir selbst zugute.

Auch Gerüche können deine Katze zum Niesen bringen

Deine Katze hat ein feines Näschen. Die Tatsache, dass sie ca. 3 mal so gut riechen kann wie der Mensch, kann für die Katze manchmal unangenehm werden!

Starke, für sie unangenehme Gerüche können eine Katze zum Niesen bringen.

Im Zusammenleben mit Menschen gibt es verschiedenste Reibungspunkt ein Sachen Gerüche:

  • Parfüm
  • Deodorant
  • Parfümierte Reinigungsmittel
  • Lufterfrischer und Raumsprays
  • Haarspray
  • Räucherstäbchen
  • Zigarettenrauch oder E-Zigaretten-Dampf

Diese und noch viele weitere Gerüche können die Nase deines Fellfreundes reizen.

Wenn möglich, lass diese Sachen einfach weg. Wenn du zum Beispiel nicht auf Deo aus der Sprühdose oder Haarspray verzichten kannst, dann wende diese Produkte nur dann an, wenn deine Katze nicht im selben Raum ist.

Niesen als Krankheitssymptom bei Katzen

Bild / Foto: Kranke Katze mit Erkältung. Niesen als Krankheits-Symptom

Eine erkältete Katze braucht viel Ruhe und einen warmen Platz. Außerdem solltest du auf eine gute Flüssigkeitsaufnahme achten

Wenn deine Katze oft niest, kann das auf eine Krankheit hindeuten. Sobald du den Verdacht hast, dass eine Katzenkrankheit dahinter stecken könnte, zögere nicht, deinen Tierarzt aufzusuchen. Denk immer daran:

Lieber ein Tierarztbesuch zu viel als einer zu wenig!

 

Vor allem bei

  • einer Erkältung
  • der gefährlichen Katzenkrankheit Katzenschnupfen
  • einer Allergie

können Katzen Niesen als Symptom vorweisen.

Erkältung bei Katzen

Eine einfache Erkältung läuft bei einer Katze ganz ähnlich ab wie bei Menschen. Gereizte und entzündete Nasenschleimhäute sowie eine erhöhte Schleimproduktion lösen hier das Niesen aus.

Damit du eine Erkältung bei deiner Katze gut erkennen kannst – weitere Symptome sind:

  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Schleimaustritt aus der Nase
  • Husten
  • Eine laute Atmung
  • Tränende Augen

Katzen suchen sich oft von selbst einen warmen Platz und ruhen sich 2-3 Tage lang aus, wenn sie erkältet sind.

Bei einer Erkältung solltest du versuchen, deine Katze zum trinken zu animieren.

Kleiner Exkurs: Fieber bei Katzen

Fieber misst man bei Katzen im Po. Verwende dazu am besten ein Fieberthermometer mit biegsamer Spitze sowie etwas Creme um Verletzungen zu vermeiden. Fiebermessen geht bei Stubentigern am besten zu zweit: Einer hält die Katze fest und beruhigt sie, der andere misst.

Bei Katzen spricht man bei einer Körpertemperatur von über 39,2 °C von Fieber.

Glasige Augen sind ein erstes Anzeichen für Fieber bei Katzen.

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen Herpes.jpg
Katze mit Katzenschnupfen: Ausfluss aus Nase und Augen sind deutliche Symptome – CC BY-SA 3.0, Link

Mit Katzenschnupfen ist nicht zu spaßen, es ist eine gefährliche und ansteckende Katzenkrankheit. Das Schlimmste: Die Symptome ähneln sehr einer normalen Erkältung. Das ist auch der Grund dafür, warum du lieber einmal öfter zum Tierarzt gehen solltest!

Der Katzenschnupfen ist eine sogenannte „Komplexerkrankung“. Das bedeutet, dass sowohl verschiedene Bakterien als auch Viren in unterschiedlicher Zusammensetzung als Erreger beteiligt sein können.

Je nach Erregerzusammensetzung können neben dem Niesen verschiedene Symptome auftreten:

  • Es kann zu eitriges Sekret aus den Augen fließen, wenn Chlamydien unter den Erregern sind
  • Die Augen können stark gerötet sein
  • Wenn Felines Calicivirus im Spiel ist kommt es zu Entzündungen im Rachen
  • Es kann viel dünnflüssiges Sekret aus der Nase fließen

Katzenschnupfen wird symptomatisch behandelt. Dazu muss ein Tierarzt erst einmal herausfinden, welche Erreger mit dabei sind.

Das geht nur über Laboruntersuchungen. Danach können die Symptome mit passenden Medikamenten behandelt werden.

Du kannst deine Katze gegen Katzenschnupfen impfen lassen

Eine Impfung gegen Katzenschnupfen ist sehr ratsam und kann von jedem Tierarzt durchgeführt werden. Eine Impfung ist ab der 8. Lebenswoche möglich. Katzen mit Freigang sollten jährlich nachgeimpft werden, Reine Wohnungskatzen alle 2-3 Jahre.

Wohnungskatzen können sich zum Beispiel über den Schmutz unter unseren Schuhen mit Katzenschnupfen anstecken, weswegen eine Impfung auch bei ihnen empfehlenswert ist.

Allergien

Am häufigsten treten bei Katzen Futterallergien auf, was natürlich kein Niesen zur Folge hat.

Nur selten sind Katzen gegen Flohspeichel oder Pflanzenpollen allergisch, was dann zu einer Reizung der Nasenschleimhäute und somit zum Niesen führt.

Wenn du den Verdacht hast, dass deine Katze unter einer solchen Allergie leidet, kannst du bei deinem Tierarzt einen Allergietest durchführen lassen.

 

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